Seit zehn Jahren gegen den Fachkräftemangel

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Seit zehn Jahren bereitet die Pflegeschule an der Bürgerweide junge Menschen fachlich fundiert und zukunftsorientiert auf das Berufsleben in der Pflege vor. (Foto: Schule für Gesundheits- und Krankenpflege Hamburg)

Hamburg ● In Hamburgs Kliniken besteht ein großer Bedarf an Gesundheits- und Krankenpflegern. Die Pflegeschule an der Bürgerweide bildet seit zehn Jahren nach höchsten Maßstäben und mit neuesten technischen Mitteln aus. Nun feiert die Schule am 10. Oktober ihr Jubiläum – mit einer Neuanschaffung.

Krankenpfleger werden in Hamburg händeringend gesucht! Das ist ein Ergebnis der jüngsten „Fachkräfteengpassanalyse“ der Bundesagentur für Arbeit. Sie bestätigt der Hansestadt auf diesem Gebiet einen Fachkräftemangel. Um den steigenden Bedarf an gut ausgebildeten Pflegefachkräften in Hamburg zu decken, wurde im Jahr 2004 die Pflegeschule an der Bürgerweide gegründet. In den letzten Jahren hat sich die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger in Deutschland stark weiterentwickelt. Die unweit des S-Bahnhofes „Berliner Tor“ gelegene Schule ist somit ein Kompetenzzentrum in der Hansestadt und bietet eine pflegerische Ausbildung auf hohem Niveau. Am 10. Oktober feiert sie mit einer Festveranstaltung in der Erlöserkirche Borgfelde ihr zehnjähriges Bestehen. Neben Vertretern der Trägereinrichtungen und langjährigen Partnern wird unter anderem Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke anwesend sein. Statt sich beschenken zu lassen, sammelt die Pflegeschule Spenden für den Verein Hand in Hand e.V., mit dessen Hilfe im Dorf Kiromo-Bagamoyo in Tansania ein Kindergarten gebaut wird.

„Schon mehr als 800 Schülerinnen und Schüler haben bei uns die dreijährige Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger abgeschlossen oder sind gerade dabei“, sagt Silvia Krebs, Leiterin der Pflegeschule. „Insgesamt bieten wir 270 Ausbildungsplätze an. So bereiten wir junge Menschen fachlich fundiert und zukunftsorientiert auf das Berufsleben in der Pflege vor“, so Krebs weiter. Die angeschlossene OTA-Schule bietet zudem eine Ausbildung zum Operationstechnischen Assistenten an. Im späteren Beruf betreuen die Absolventen Patienten vor und nach einer Operation und assistieren Ärzten bei Eingriffen. Im Rahmen der seit dem Jahr 2009 bestehenden Kooperation mit der Hamburger Fern-Hochschule haben die Schülerinnen und Schüler ebenfalls die Möglichkeit, ein Studium in „Health-Care-Studies“ aufzunehmen. Hier absolvieren sie parallel zur Ausbildung ein vierjähriges Bachelorstudium. In diesem werden die Ausbildungsthemen akademisch und interdisziplinär vertieft und erweitert. Dies verschafft den Absolventen beste Berufs- und Karrierechancen.

Moderne Ausbildungsmethoden

„Die neueste Anschaffung unserer Schule ist die ‚Nursing Anne‘. Mit dieser hochmodernen Pflegesimulationspuppe können die Schülerinnen und Schüler viele pflegerische Situationen praxisnah üben – vom Beratungsgespräch bis hin zur Bewältigung von Notfallsituationen. So stellen wir sicher, dass sie ihre theoretischen Kenntnisse schon früh praktisch anwenden und perfektionieren können“, so Schulleiterin Krebs. In Echtzeit wertet der Lehrer die Handlungen der Schülerinnen und Schüler an der Puppe aus und ermöglicht ihnen so ein individuelles Training. Auch räumlich tut sich viel: Anlässlich des zehnten Geburtstages eröffnet die Schule ihren neugestalteten Schüleraufenthaltsraum.

Genauso wichtig wie der theoretische Unterricht sind die Praxisphasen. Hier lernen die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Fachbereiche im Krankenhaus kennen. Träger der Pflegeschule an der Bürgerweide sind das Katholische Marienkrankenhaus Hamburg, das Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg, das Bethesda Krankenhaus Bergedorf, das Israelitische Krankenhaus sowie die LungenClinic Grosshansdorf. Sie gehören zum Verband freigemeinnütziger Krankenhäuser in Hamburg e.V., DIE FREIEN. Zudem kooperiert die Pflegeschule mit verschiedenen Partnern in Hamburg und Umgebung, unter anderem dem Johanniter-Krankenhaus Geesthacht. „Wir sind in der Hamburger Kliniklandschaft gut vernetzt. Das ist ein großer Vorteil für unsere Schülerinnen und Schüler, auch nach der Ausbildung“, macht Silvia Krebs deutlich.
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