Skulptur „Hammer Stein“ kommt

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Diesen Koloss möchte die Künstlerin „ihrem“ Stadtteil schenken Foto: Je
Hamburg: Horner Weg |

Das neue Kulturdenkmal soll ab Sommer vor der Hammer Kirche funkeln

Von Martin Jenssen
Hamm
Die Entscheidung über den Standort für das neue Kulturdenkmal in Hamm ist gefallen. Gewinner ist die Grünfläche vor der U-Bahn Hammer Kirche. Der „Hammer Stein“ wird dort sein neues Zuhause finden. Gleichzeitig werden vor dem Stein Sitzgelegenheit geschaffen. Es wird ein Ort zum Verweilen für Spaziergänger und Kunstliebhaber – ein Platz zum Innehalten, um seine Gedanken fließen zu lassen.

Geschenk für den Stadtteil

Das Kunstwerk ist ein Geschenk für Hamm. Stifter sind die Bildhauerin Franziska Seifert und ihr Mann, der aus Hamm stammende Unternehmer Tim Cordts. Vor wenigen Tagen wurde mit der Künstlerin, dem SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Dirk Kienscherf und einigen Bürgern eine Stellprobe veranstaltet, an dem Ort, an dem in wenigen Monaten der Stein zu besichtigen sein wird. Alle Anwesenden waren am Ende überzeugt, den richtigen Platz für die Skulptur gefunden zu haben. Dirk Kienscherf: „Es ist ein spannendes Unternehmen und ein bedeutendes Projekt. Mit der Skulptur wird für Hamm ein neuer attraktiver Raum geschaffen. Der Platz wird aufgewertet. Das Kunstwerk, da bin ich sicher, wird von den Hammer Bürgern positiv angenommen.“ Die Skulptur der Bildhauerin Franziska Seifert zeigt einen sitzenden, in sich ruhenden Menschen. An dem Kunstwerk aus Thüringer Sandstein hat sie zwei Jahre gearbeitet. Vor einem Jahr wurde die Skulptur in der „Fabrik der Künste“ den interessierten Besuchern vorgestellt. Franziska Seifert arbeitet seit 17 Jahren mit Steinen aus aller Welt. Die teilweise tonnenschweren Kolosse aus Granit, Alabaster und Sandstein bearbeitet sie in ihrem Atelier in Wilhelmsburg. Ihre Steinskulpturen und großformatigen mehrfarbigen Monotypien finden sich in bedeutenden Unternehmen, in Privatwohnungen und Galerien.

Zum Nachdenken

Durch die Inhaber der Buchhandlung „Seitenweise“ wurden Tim Cordts und Franziska Seifert auf „ Hamm’wir alles!“ aufmerksam, eine von vielen Bürgern getragene Initiative, die im Stadtteil viel bewegt. So wollten auch sie ihren Beitrag für Hamm leisten. Die Familie Cordts betrieb viele Jahre eine Holzhandlung in Hamm, verlagerte das Unternehmen aber nach Wilhelmsburg. Ihren Wohnort behielt die Familie in Hamm. Für den Standort an der U-Bahn Hammer Kirche muss die Bezirksversammlung noch ihre Zustimmung geben. Spätestens im Sommer soll die Skulptur dort aufgestellt werden. Die Künstlerin freut sich darauf. Sie sagt: „Der Stein wird den Betrachter nachdenklich stimmen, ihn daran erinnern, das immer wieder neues, prickelndes Leben entsteht. Denn der Stein lebt. Er verändert sein Aussehen bei Sonnenschein oder bei Regen.“
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