Thank you for the music!

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Eine U-Bahnfahrt. Vier Männer steigen ein, singen „Oh Champs-Élysées“ mit Akkordeon und Schellenkranz. Der Typ im Manageranzug gegenüber fängt an, sehr laut in sein Handy – pardon, sein Smartphone – zu sprechen. Eine Dame vergräbt sich noch tiefer in ihr Boulevardblatt. Und ein Mann schreit etwas über die Musik hinweg seiner Freundin zu. Und wer dreht sich lächelnd um und freut sich ob der Darbietung? Richtig. Keiner. Keiner, der sich in der Bahn für etwas fröhliche Musik öffnen kann. Dabei hat man es förmlich vor Augen, wie die leicht beschwipste wie betagte Gesellschaft einer Geburtstagsfeier zu diesem Lied einstimmen würde. Auch nicht schön, so etwas. Also lieber eigene Kopfhörer (möglichst von Bose) auf und mit den neuesten Hits um 8.30 zur Arbeit. Da ist gute Laune drin, zumal doch auch hier der halbe Wagen etwas davon hat, dreht man die Lautstärke etwas hoch. Wo sind wir noch vor akustischer Umweltverschmutzung gefeit? Im Urlaub möglicherweise findet sich die ersehnte Ruhe. Szenenwechsel also: Der Darß an der Ostsee. Hier, in der Pampa, stört nichts beim ausgiebigen Radfahren – doch: Mitten in der Landschaft steht dort ein Herr... und spielt Dudelsack. Ohrenbetäubend, kommt man ihm zu nahe! Nur Schiffshörner sind lauter als die Borduntöne eines solchen Geräts. Für Straßenmusik ist so etwas, wie auch Sousaphone oder Pauken, nur mit Sondergenehmigung erlaubt. Damit bleibt’s beim Akkordeon. Ob Sie’s hören wollen oder nicht. (vk)
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