Anwohner vom Fahrenkrön sind sauer

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Bei einem Feuerwehreinsatz in der Straße Fahrenkrön geht nichts mehr. Sogar die Polizei muss über den Gehweg fahren Foto: privat
Hamburg: Fahrenkrön 121 |

Die neue Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtung erhöht den Parkdruck in der kleine Tempo-30-Straße

Bramfeld Anwohner der kleinen Tempo-30-Straße Fahrenkrön in Bramfeld sind stocksauer. Seit der Inbetriebnahme einer neuen Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtung (fünf Häuser auf einem rund 13.000 Quadratmeter Grundstück mit über 22.000 Quadratmeter Nutzfläche) der Frank Wagner Holding am Fahrenkrön 121/125 im vorigen Herbst, haben Straßenverkehr und Parkdruck ihrer Ansicht nach erheblich zugenommen.

Mitarbeiter parken Straße zu

Anwohnerin Birgit Giffey (63): „Jeden Tag ab 6 Uhr wird die Straße von Mitarbeitern der Seniorenanlage zugeparkt. Wenn kurz vor 8 Uhr Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Grundschule bringen, gibt es kein Ausweichen mehr. Dauernd fahren die Autos über die schmalen Gehwege. Es gab schon Unfälle mit Personen- und Sachschäden.“ Zur Information: Neben der Grundschule (rund 300 Kinder) sind an der Straße noch zwei Kitas mit zusammen rund 130 Kindern angesiedelt. Beim Betreiber der Senioreneinrichtung schätzt man das Problem als vorübergehend ein. Maren Brickwedel (Direktion): „Rund 70 Prozent unserer knapp 100 Mitarbeiter kommen per Bus oder Fahrrad zum Dienst. Wegen Anwohner-Eingaben hat sich die Fertigstellung des Baus verzögert. Dann kommen zu unseren vorhandenen 35 Parkplätzen noch weitere 20 hinzu. Unsere Lieferanten haben wir angewiesen, vor 6 Uhr oder am Abend anzufahren.“

„Unzumutbare Zustände“

Die „unzumutbaren Zustände“ wurden von Anwohnern bereits Anfang Januar in einem Brandbrief an Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff angeprangert. Umso erboster waren die Betroffenen, als sie im Antwortschreiben der zuständigen Behörde vom 10. Februar erfuhren, dass am 23. Januar ein Ortstermin stattgefunden hatte. Giffey: „Da fühlten wir uns verschaukelt. Offensichtlich will man die betroffenen Bürger bei solchen Gelegenheiten gar nicht dabei haben.“ Inzwischen haben die Anwohner eine Initiative mit – nach eigenen Angaben – mehr als 50 Betroffenen gebildet und das Thema in der Bezirksversammlung vorgebracht. Die Wandsbeker Regierungsparteien SPD und Grüne sowie die Bezirksverwaltung versichern, man habe die Problematik erkannt und arbeite bereits intensiv an einem Verkehrs- und Parkkonzept. Mit einer Umsetzung könne aber nicht vor dem Sommer gerechnet werden, hieß es. Die CDU-Opposition erlaubte sich die Bemerkung, ein solches Konzept hätte man bei der Größe des Neubaus auch gleich mit erarbeiten können. (tel)
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