Baubeginn für neue Schule

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Das Modell zeigt das zweistöckige Gebäude mit viel Platz auf dem Außengelände. Schulleiter Peter Geest freut sich auf den Neubau Foto: Grell
 
Die Bauarbeiten haben bereits begonnen. Die Fahrzeuge werden über die Swebenhöhe anfahren, auf dem Gelände parken Foto: Grell

Gymnasium Farmsen entsteht in Z-Form auf drei Ebenen. Ab 2017 Platz für über 830 Schüler

Farmsen Nach den Frühjahrsferien in Hamburg beginnen im Stadtteil Farmsen die Bauarbeiten für das neue Schulgebäude. Die erste Phase betrifft dabei den Abriss. Die 1956 erstellten Gebäude werden komplett abgetragen und an derselben Stelle entsteht ein neues, zweistöckiges Haus, das für Schulleiter Peter Geest „den absoluten Höhepunkt meiner Karriere darstellt“. Ein Schulgebäude mit planen zu dürfen und mitzugestalten, das hätte sich Peter Geest vor Jahren noch nicht träumen lassen. Eine Sanierung der Bestandsgebäude war nicht mehr rentabel und somit hatte sich die Behörde Schulbau Hamburg für einen Neustart entschieden.
Die Laubengänge waren viel zu niedrig, „heute sind die Menschen einfach größer“ und die Gebäude nicht dazu geeignet, energetisch aufgearbeitet zu werden. Der Zeitraum für den Abriss der alten Schulgebäude werde sich auf sechs Wochen belaufen, erklärt Peter Geest und weiß auch, dass es für die direkten Nachbarn dadurch ein wenig Lärm und Unruhe geben wird. „Wir müssen alle ein bisschen Geduld haben, können uns aber auf ein Schmuckstück von Schule freuen, das auch für den Stadtteil eine Bereicherung sein wird. Ein paar Anmerkungen von Anwohnern hatte es bereits beim Info-Abend zum Neubau in der vergangenen Woche gegeben. Gefragt wurde dabei vor Allem nach der Lärmbelästigung und dem Schmutz der entstehen könnte. Peter Geest hat vorausgeblickt und kann den Anwohnern versichern, dass die normalen Arbeitszeiten auf einer Baustelle eingehalten werden und auch an den Wochenenden Ruhe herrscht.

Belastung durch Lärm?


Die Hoffnung einiger Anwohner aus der Swebenhöhe, der Schwerlastverkehr könne doch über den Neusurenland gelenkt werden, muss der Schulleiter allerdings enttäuschen: „Der Boden ist dort auf dem ehemaligen Postsportgelände nicht tragfähig und deshalb ist es unsere einzige Chance über die Swebenhöhe anzufahren.“ Trotzdem wird die Belastung durch die Lkws nicht so erheblich sein. Auf dem Schulgelände ist genug Platz eingeplant, damit die Fahrzeuge gleich dort parken können und nicht die anliegenden Straße nutzen müssen und auch rangiert wird direkt vor Ort. „Ganz ohne den üblichen Baulärm geht es ja leider nicht“, so Geest, der auf Verständnis im Stadtteil hofft. Zur Eröffnung des komplett errichten Gebäudes im Jahr 2017 lädt er schon jetzt alle Nachbarn ein und kann bereits ein paar Geheimnisse preisgeben: „Es wird einen halboffenen Eingangsbereich geben, der den Stadtteil einladend empfangen soll, dazu werden wir eine kleine Bühne in der Aula im Untergeschoss errichten, die auch für Kurse beispielsweise der Volkshochschule oder anderen Institutionen und Vereine zur Verfügung steht. Mit der Neueröffnung können wir auch endlich eine verlässliche Vierzügigkeit garantieren.“

Wettlauf gegen die Zeit


Das entstehende Schulgebäude wird in Z-Form gebaut. Die Schüler lernen auf drei Ebenen nach aktuellen Bildungsmaßstäben. Neben den Klassenzimmern gibt es viele Ruhebereiche zum Entspannen, Außenterrassen, eine Bibliothek zum Recherchieren, Fachräume und einen top ausgestatteten Kunstraum, dazu eine Cafeteria und einen Trakt für die Oberstufe, der schon im voruniversitären Flair gestaltet sein soll.
„Ich habe übrigens eine Wette abgeschlossen“, sagt Peter Geest. „Wir werden in unsere neue Schule einziehen, bevor das erste Konzert in der Elbphilharmonie stattgefunden hat.“ (kg)

Gymnasium Farmsen:
Bestandsgebäude: von 1956
Neubau: Start März 2015
Fertigstellung: Sommer 2017
Architekten: Haslob Kruse und Partner aus Bremen
Bau: drei Geschosse, 5.900 Quadratmeter Brutto
Aktuelle Schülerzahl: 830
Unterricht: 7 bis 16 Uhr
Geschätzter Gesamtwert Neubau: zweistelliger Millionenbereich
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