Bienenfreunde planen Anbau in Bramfeld

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Immer der Nase nach: Bienen riechen 30 Mal besser als Hunde Foto: IVHB
Hamburg: Karlshöhe 60D |

Bald „gläserne“ Honigproduktion in Karlshöhe? Regionalausschuss stellt Zuschuss in Aussicht

Von Michael Hertel
Bramfeld
Das seit 1990 bestehende Imkerhuus auf Gut Karlshöhe (Bramfeld) soll sich zu einem Imkerzentrum weiter entwickeln. Das jedenfalls plant der dort beheimatete Imkerverein Hamburg-Bramfeld mit seinen derzeit 166 Mitgliedern und 17 Jugendlichen. Seine Pläne stellte der Vereinsvorsitzende Winfried Knaack (64) jetzt dem Regionalausschuss vor: „Wir möchten einen gekachelten Schleuderraum anbauen, mit vielen Fenstern, damit Besucher das Schleudern bei der Honigproduktion direkt mitverfolgen können.“

Anbau geplant

Beim Schleudern wird der Honig durch Zentrifugalkräfte aus den Waben gelöst. „Schleudern ist Teil der Lebensmittelproduktion und damit strengen Hygienevorschriften unterworfen, ganz egal, ob man seinen Honig verkauft oder verschenkt“, berichtet Knaack. Deshalb darf im bestehenden Imkerhuus nicht geschleudert werden. „Außerdem platzt es jetzt schon aus allen Nähten“, weiß Knaack. Einige Imker haben eigene Schleudern, andere müssen ihre Honigwaben
extra zu einem anderen Imker, der die geeigneten Räumlichkeiten hat oder einem kommerziellen Betrieb transportieren. „Die Ausstattung ist für einen kleinen Imker mit – sagen wir – zwei bis drei Völkern eigentlich zu teuer“, sagt der Vorsitzende. Allein eine billige Handschleuder kostet mindestens 400 Euro, für motorgetriebene kann man auch 2500 bis 2800 Euro ausgeben. Hinzu kommt diverses Zubehör. Außerdem könnte man im geplanten Anbau die Kerzenproduktion aus dem Altwachs präsentieren – „zuhause ist das eine Riesenschweinerei“.

Zuschuss möglich

Von einem Anbau – Knaack: „Wir haben schon über Jahre Rücklagen dafür gebildet“ – würden aber nicht nur die Gutsbesucher profitieren sondern vor allem die Imker, die überwiegend aus Bramfeld und Farmsen-Berne kommen und regelmäßig zu Fachseminaren nach Karlshöhe pilgern. Bramfeld ist neben Altona der größte Imkerverein der Hansestadt. Der Imkerverband Hamburg hat rund 1000 Mitglieder und knapp 5000 Bienenvölker. Erfreulich: Auch die Mitglieder des Regionalausschusses sind vom Imker-Konzept überzeugt und stellten sogar einen Zuschuss in Aussicht. Den kann der Verein beim Bezirk beantragen.
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