Brakula-Umzug: Zwischen alt und neu

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Letzten Freitag: Brakula-Geschäftsführer Uwe Schmidt (53, r.) und Mitarbeiter Ludger Ester (53) räumen das Ausweichquartier Foto: tel
Hamburg: Bramfelder Kulturladen |

Nicht alle Wünsche konnten bei Sanierung des Bramfelder Kulturladens erfüllt werden

Von Michael Hertel
Bramfeld
Aus der Wand quellen orange ummantelte Computer-Leitungen – kilometerlang. Sichtbares Zeichen, dass die Sanierung des Bramfelder Kulturladens, besser bekannt als Brakula, noch nicht ganz abgeschlossen ist. Dennoch zogen Geschäftsführer Uwe Schmidt (53) und seine Mitarbeiter vorigen Freitag aus dem Hinterhof-Ausweichquartier am Dorfplatz wieder in das um 1880 von Landwirt Wilhelm Junghans erbaute Gehöft zurück. Das unter Denkmalschutz stehende Gemäuer hat eine sichtbare Auffrischung erfahren: Es ist nun barrierefrei (mit Aufzug in das Obergeschoss), bietet in den meisten Büroräumen mehr Platz, einen größeren Saal mit erweiterter Bühne und Backstage-Bereich, zusätzliche Veranstaltungs- und Abstellräume, eine moderne Küche für den Saal, verbesserte Heizung und Lüftung, den aktuellen Vorschriften entsprechende Notfalleinrichtungen (Rauchmelder, Feuerlöscher, Feuertreppe) und natürlich die Beseitigung etlicher Schäden.

1,7 Millionen Euro Sanierungskosten


Vieles davon bekommt der Besucher gar nicht zu sehen. So wurde zum Beispiel die gesamte (Alt-)Elektrik entfernt und durch neue Leitungen ersetzt. Die meisten Räume glänzen mit nagelneuem, hellem Dielenboden. Das Haus verbreitet jetzt einen gewissen Charme zwischen alt und neu, 19. und 21. Jahrhundert. Nach vorläufiger Berechnung haben die im Oktober 2015 begonnenen Bauarbeiten mehr als 1,7 Millionen Euro gekostet. Schmidt ist froh, dass die „schlaflosen Nächte“ nun vorbei sind: „Durch die vielen Überraschungen beim Bau ist es zu Verzögerungen und Mehrkosten gekommen. Um einigermaßen im Rahmen zu bleiben, mussten einige Sanierungswünsche – zum Beispiel die Saal-Toiletten –gestrichen werden. Außerdem gibt es noch etliche Mängel aufzuarbeiten. Wir werden sicherlich noch mindestens einen Monat lang auf einer Baustelle leben.“ Dennoch ist das Veranstaltungsprogramm wieder gestartet, und die neue Gastronomie mit erweiterten Öffnungszeiten (Di. bis So. 11 - 22 Uhr) läuft schon seit vier Wochen auf Hochtouren. Das große Einweihungsfest steigt am 9. Dezember mit rund 150 geladenen Gästen.

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