Bramfeld hält zusammen

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Die Sorge steht Thomas Berger, Direktor der Stadtteilschule Bramfelder Dorfplatz, ins Gesicht geschrieben. Im Hintergrund die Ruine der abgebrannten Turnhalle. Die Aufräumarbeiten laufen an.Foto: Sobersko

Turnhallenbrand löst viele Raumprobleme aus

Von Tanja Sobersko
Bramfeld. Es ist ein Bild blinder Zerstörungswut, das sich bietet, wenn man vor den Außenmauern der Turnhalle der Stadtteilschule Bramfelder Dorfplatz steht. Perfide Brandstifter haben hier ganze Arbeit geleistet. Der Direktor der Stadtteilschule Bramfelder Dorfplatz und Hegholt, Thomas Berger, kommentiert das Geschehen mit den Worten: „Die ganze Schulgemeinschaft ist verunsichert – das bedrückt mich sehr“. Was war geschehen? Fakt ist, dass Unbekannte ins Gebäude drangen und mit Brandbeschleunigern Feuer legten. Am Morgen des 26. August gegen 0.40 Uhr erreichte die Feuerwehr der Notruf. Doch obwohl blitzschnell reagiert wurde, brannte die gesamte Sporthalle aus. Aus ermittlungstechnischen Gründen halten sich die Behörden mit Informationen zurück. Natürlich hat die Schule – neben einem verständlichen Schock – nun auch ein Raumproblem. Aber Bramfeld wäre nicht Bramfeld, wenn man nicht sofort näher zusammenrücken und sich gegenseitig helfen würde. So stehen beispielsweise die H20 im Gropiusring und das Johannes-Brahms-Gymnasium als „Ausweichquartiere“ bereit. Auch die Sportfachschaft und das Kollegium insgesamt stehen dicht zusammen und vollbringen unter Direktor Thomas Berger organisatorische Höchstleistungen, um dem Problem Herr zu werden.
So lange es draußen trocken ist, wird der Sportunterricht selbstverständlich im Freien stattfinden.
Not macht erfinderisch. Auch Sportive Sonderveranstaltungen werden geplant, damit die Kids zu ihrem sportlichen Recht kommen und sich von Vandalen nicht den Spaß am Sport verderben lassen müssen. Ebenso geht es aber auch dem Bramfelder Sportverein (BSV), dessen Judokas bisher in der nun abgebrannten Turnhalle trainierten. „Viele Mitglieder sind besorgt“, so Daniel Schalin, Geschäftsführer des BSV, „denn es ist eine schlimme Situation. Aber dank unserer engagierten Trainer und Spartenleitung kann das Training schon in dieser Woche wieder aufgenommen werden.“ Auch der Bramfelder Sportverein kann sich da auf Hilfe aus der Nachbarschaft verlassen. Die Schule Hohnerkamp wird die Sportler in der nächsten Zeit beherbergen. „Natürlich sind wir der Schule Hohnerkamp sehr dankbar, aber ist es nicht leicht“, so Daniel Schalin, „das ganze letzte Jahr wurde die Halle der Stadtteilschule Bramfelder Dorfplatz saniert und da mussten wir auch ausweichen und kaum kehrt Normalbetrieb ein, passiert sowas“, meint der Geschäftsführer des BSV betrübt. Nicht leicht zu verschmerzen sind auch die vielen verbrannten Judomatten.
Aber die Bramfelder Institutionen halten zusammen und unterstützen sich gegenseitig. Ein positives Signal. (ts)
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