Bramfeld im Wandel der Zeit

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In der Bramfelder Schmiede wurden einst Pferde beschlagen und Fuhrwerke repariert Foto: Stadtteilarchiv
Hamburg: Bramfelder Chaussee 268 |

Tradition weicht der Moderne: Schmiede und Gasthof von Abriss bedroht

Von Michael Hertel
Bramfeld
Erneut droht zwei historischen Gebäuden an der Bramfelder Chaussee der Abriss: Die „Alte Schmiede“ (Bramfelder Chaussee 268), war seit Mitte des 18. Jahrhunderts im Besitz der Familie Ellerbrock, weiß Gudrun Wohlrab vom Stadtteilarchiv zu berichten: „Heinrich-Peter Ellerbrock, der letzte Inhaber, war in der sechsten Generation und seit über 50 Jahren als Schmied in Bramfeld tätig. 1994 schloss die Schmiede. Im Laufe der 250 Jahre hatte sie sich vom traditionellen ländlichen Handwerksbetrieb zum Landmaschinenfachhandel und Gitterzaunhersteller gewandelt. Durch die Chaussee-Erweiterung war es dann nicht mehr möglich, die (zu bearbeitenden) Wagen vor dem Gebäude abzustellen. Wegen der Brandgefahr war die Schmiede lange Zeit das einzige Gebäude im Dorf mit einem Ziegel- anstelle des üblichen Reetdachs.“ Zuletzt war im Haus an der Chaussee lange Jahre eine Fahrradhandlung untergebracht.

Gebäude mit 39 Wohnungen

Nach Auskunft des Bezirksamtes soll auf den Grundstücken 266 bis 270 ein (bereits genehmigtes) Gebäude mit 39 Wohneinheiten sowie einer Tiefgarage entstehen. Keine Baugenehmigung liegt dagegen nach Auskunft des Bezirksamtes derzeit für das Eckgrundstück Bräsigweg/Seehofallee vor, wo noch die frühere Gastwirtschaft „Zur gemütlichen Ecke“ unter der großen Kastanie steht. Das Gebäude von 1900 sollte an sich durch ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohneinheiten ersetzt werden. Der Vorbescheidsantrag wurde jedoch laut Bezirksamt im April versagt. Die Gründe dafür wurden dem Wochenblatt bis Redaktionsschluss nicht mitgeteilt.
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