Bramfeld: Tatort Musikraum

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Jessica: „Diesen Brief hat der Täter hinterlassen“ Foto: tel
Hamburg: Höhnkoppelort 24 |

Über Detektivarbeit zum selbstständigen Lernen am Johannes-Brahms-Gymnasium

Von Michael Hertel
Bramfeld
„Der Täter hat Fehler gemacht – er hat einen Einbruch begangen und Blut am Tatort hinterlassen. Ich bin ziemlich sicher, dass wir ihn bald schnappen werden.“ Tommy (15) gehört mit 19 Schülerinnen und Schülern zum Oberstufen-Vorbereitungskursus „Medizin & Life Science“ am Johannes-Brahms-Gymnasium, die – wie berichtet – einem fiktivem historischen Erpresser auf der Spur sind.

Halbjahreskurs zum Thema Forensik

Vergangene Woche fand nun der Höhepunkt des Halbjahreskurses zum Thema Forensik von Chemie- und Biolehrer Nikolai Wollik (35) statt: „Nichtsahnend wurden die Kursusteilnehmer mit einem Tatort konfrontiert und mussten das gesamte bisher gelernte Handwerkszeug anwenden.“ Die Szenerie: der Musikraum verwüstet, ein Fenster offen, der Boden mit Glassplittern übersät, eine Erpresser-CD und ein ominöser Brief hinterlassen. Eingeteilt in Gruppen, wurden akribisch Fingerabdrücke gesichert, Tatortfotos gemacht, Zeichnungen und Protokolle angefertigt und die verzerrte Stimme auf der CD analysiert, um den Tathergang zu rekonstruieren. „Die auf den Boden geworfenen Stühle deuten auf einen Kampf hin. Der Täter hat sich dabei an einem Glas verletzt. Wir haben zwei unterschiedliche Schuhabdrücke gefunden – also waren mindestens zwei Personen beteiligt“, gab Julia (15) einen kurzen Zwischenbericht. „Die Schüler haben hier echt gelernt, selbständig zu arbeiten“, freute sich Wollik. Zwar sind die „Ermittlungen“ noch nicht abgeschlossen, aber eines steht schon fest: Der Kursus war erfolgreich, und den Schülern hat es einen Riesenspaß gemacht.
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