Bramfeld: Weg mit Graffiti und Müll

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Graffiti auf hässlicher Betonwand. Die Fläche zwischen Wand und HdJ-Zaun wird immer wieder als Toilette missbraucht Foto: tel
Hamburg: Bramfelder Marktplatz |

Bezirksamt Wandsbek Sauberkeitsoffensive am Marktplatz und sagt Wildpinklern und Co. den Kampf an

Von Michael Hertel
Bramfeld
Das Bezirksamt Wandsbek startet eine Sauberkeitsoffensive am Bramfelder Marktplatz. Den Graffitis auf der Betonwand am südlichen Rand der Marktfläche soll es dabei ebenso an den Kragen gehen wie den Verschmutzungen durch Müll. Schlimmstes Problem aber sind offensichtlich sogenannte Wildpinkler, die ungeniert auf der ungenutzten Fläche zwischen Marktplatzwand und dem Zaun vom Haus der Jugend (HdJ) urinieren. Laut Augenzeugen werden dort bisweilen sogar größere „Geschäfte“ erledigt.

Jugendliche sollen Marktplatzwand legal gestalten

Beim Graffiti geht man unkonventionelle Wege: Jugendliche sollen zusammen mit Künstlern die Marktplatzwand legal und ansehnlich gestalten. Das soll potenziellen Schmierern die Lust am Besprühen nehmen. Gegen Müllablagerungen soll ein neuer Zugang zum Haus der Jugend neben der Mauer helfen. Die Fläche wird dadurch besser einsehbar, heißt es aus dem Bezirksamt. Wildpinkler sollen mit einem Anti-Urin-Spray an der Marktplatzrückwand abgeschreckt werden. Das Spray wird erfolgreich auf St. Pauli eingesetzt und bewirkt, dass der Urin von der Wand abprallt und die Pinkler selbst beschmutzt. Rund 3600 Euro will sich der Bezirk die Maßnahmen kosten lassen. Das Projekt geht auf eine Initiative der CDU-Fraktion zurück und wurde auf der letzten Bezirksversammlung zur Kenntnis genommen.

Kommentar: Peinlich für Bramfeld

Es geht um Graffiti, Müll und Wildpinkler. Die einst als Bühnenbegrenzung gedachte Mauer des 2013 hergerichteten Marktplatzes wird von Schmierereien verunziert und dient als Deckung für Müllablader. Noch ekliger hören sich Schilderungen von Anliegern über Menschen an, die hinter der Mauer ganz ungeniert kleinere und größere „Geschäfte“ erledigen. Dabei kann sich dort niemand auf irgend welche Notstände berufen, denn direkt nebenan – im Einkaufszentrum, im ehemaligen Ortsamt, im großen Kaufhaus am Platz oder in der Bücherhalle gibt es reguläre Toiletten, die man vielleicht noch besser ausschildern könnte. Dass die Kommunalpolitik Abwehrmaßnahmen gegen diese Ferkel plant, ist gut und richtig. Aber auch ein bisschen peinlich für Bramfeld. (Von Michael Hertel)
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