Gedenkstein Bramfelder Dorfplatz

Anzeige
Inschrift
Hamburg: gedenkstein |   Auf ewig ungeteilt - Up ewig ungedeelt
       Frieden für Schleswig Holstein

In Hamburg Bramfeld, an der Einmündung Bramfelder Chaussee/Bramfelder Dorfplatz steht seit langer Zeit dieser Gedenkstein aus Granit. Er trägt die Inschrift:

     „Zum
         50jährigen
        Gedenktage
        der Erhebung
    Schleswig Holsteins
     errichtet
    am 24. März 1898“

Anfang 1848 versuchten die „Eiderdänen“ die Erbfolge des dänischen Königshauses, ohne Rücksicht auf deutsche Rechtsansprüche zu lösen. Gleichzeitig strahlte die demokratische, revolutionäre Bewegung aus Deutschland nach Schleswig Holstein. Im März kam es zur Erhebung der Deutschen Schleswig Holsteiner und am 24.3.1848 zur Bildung einer „Provisorischen Regierung“ in Kiel, die von Preußen anerkannt wurde und die Aufnahme in den Deutschen Bund betrieb. Kriegerische Auseinandersetzungen mit Dänemark, an denen sich zeitweise auch Preußen beteiligte, waren die Folge. Diese endeten nach einem Ausstieg Preußens mit der Niederlage der Schleswig Holsteiner am 25.7.1850 in Idstedt.

Dieser Gedenkstein wurde vermutlich von Veteranen aus der damals Schleswig Holsteiner Landgemeinde Bramfeld 50 Jahre nach 1848 errichtet. Die Gestaltung mit Reichsadler und Kanonenkugeln entspricht dem Zeitgeist von 1898. Die Errichtung des Gedenksteins kann als eine Verklärung Preußens als Vollender der Schleswig Holsteinischen Befreiungsbestrebungen verstanden werden. „Up ewig ungedeelt“ war nun auch als die untrennbare Vereinigung mit Preußen zu verstehen. An anderen Orten im Lande stehen ähnliche Gedenksteine.

Die daneben stehende Tafel mit der Geschichte des Gedenksteines wurde 2011 vom Bürgerverein Bramfelds gestiftet.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige