Großes Oldtimer-Treffen in Bramfeld

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Alexander Gossmann ist stolzer Besitzer einer Eine „Tschaika“ („Möwe“)-Staatskarosse Der Siebensitzer verbraucht 25 Liter Foto: tel
Hamburg: Bramfelder Marktplatz | Besucher bestaunen PS-Show auf dem Marktplatz

Von Michael Hertel
Bramfeld
Röhrende Motoren, blinkender Chrom und ganz viele „Kinderaugen“ – zum vierten Mal lud die Marktplatz Galerie „Oldtimer und US-Cars“ zur großen PS-Show. Die Besucher strömten und kamen voll auf ihre Kosten. Stolze Besitzer präsentierten weit über hundert vierrädrige Schätze, von zahlreichen Jahrgängen der legendären Chevrolet „Corvette“ bis zur rot-weiß glänzenden BMW Isetta 300 (genannt: „Knutschkugel“).

Publikumshit „Knutschkugel“


Als ältester Hingucker zog ein Messing blitzendes Ford „Model T“ (Baujahr 1915) die Besucher an – mit Holzspeichenrädern und einer Messinghupe, die wie eine Luftpumpe funktioniert. Sein stolzer Besitzer Erwin Carstens (73) aus Meiendorf, der das Fahrzeug einst als Schrott in New Jersey entdeckte, zeigte den staunenden Besuchern gleich, wie man diese Kostbarkeit in Schwung bringt, nämlich mit der Handkurbel. Trauben bildeten sich auch um die „Knutschkugel“ (Baujahr 1960) von Kfz-Meister Dieter Lünsmann (75) aus Billstedt. „Im Sommer fahren meine Frau und ich viel. Aber nie über die Autobahn, ich möchte schließlich nicht gejagt werden.“ Unter den vielen Straßenkreuzern ragte ein 5,60 Meter langes schwarzes Ungetüm heraus – eine siebensitzige russische „Tschaika“ (Baujahr 1977; 8 Zylinder), einst nach amerikanischem Vorbild in nur 3179 Exemplaren für den sowjetischen Partei- und Staatsapparat gebaut. Der Wolga-Deutsche Alexander Gossmann (63) aus Harburg, von Beruf Busfahrer, hat sich mit der „Möwe“ „einen Kindheitstraum erfüllt“: „Nur vier Privatpersonen fuhren zu Sowjetzeiten so einen Wagen.“ Organisator Bernd Fischer war mit der Präsentation hochzufrieden, zumal auch „Petrus“ mitspielte.
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