Kürzungen bei der Jugendarbeit

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Das Haus der Jugend Bramfeld wird Einschnitte hinnehmen müssen, wird der Sparvorschlag tatsächlich beschlossen.

Haus der Jugend muss mit finanziellen Einschnitten rechnen

Bramfeld. Demnächst steht in der Hamburger Bürgerschaft eine Abstimmung über einen Senatsbeschluss an, der weitreichende Folgen hat: Die „Offene Kinder und Jugendarbeit“ soll zugunsten der Kinderbetreuung am Nachmittag unter der Obhut der Schulen um zehn Prozent gekürzt werden. Als eines den Bramfeldern naheliegendsten Beispiele kann das „Haus der Jugend“ in der Herthastraße genannt werden. Schon jetzt nagen die Kürzungen am Lebensnerv der Einrichtung: Die Honorarkräfte können immer weniger bezahlt werden, der politische Beschluss wird das allseits beliebte Kinder- und Jugendhaus deutlich in Bedrängnis bringen. Dazu Jens Schwieger, SPD: „In der Zukunft wird der Anteil der Schüler, die nachmittags in der Schule bleiben, bei 90 Prozent liegen. Darüber hinaus sind die Häuser der Jugend zu Kooperationen mit den Schulen aufgefordert“, so der SPD Politiker. „Natürlich kann ich verstehen, dass es da Hemmschwellen gibt. Offene Jugendarbeit ist anders als Ganztagsbeschulung – das sehe ich ein. Wir fordern daher die Jugendhilfeausschüsse auf, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen. Es muss von Fall zu Fall genau geschaut werden, wer kann Einsparungen verkraften, wer braucht hingegen mehr Unterstützung. Eine Schließung eines der Häuser ist jedoch kein Thema“, so Jens Schwieger. Die Bramfelder machen sich bereits Sorgen um „ihr“ Haus der Jugend. So auch Ose Puls aus Bramfeld. „Das ist ein Super-Treffpunkt. Ich fühle mich sicher, wenn meine Tochter da ist. Bramfeld braucht so eine Einrichtung.“ Und auch Sabine Neumann, die jahrelang in Bramfeld lebte, hält das Haus der Jugend für eine Unverzichtbare Institution. „Man müßte diese Einrichtung viel mehr unterstützen“, meint sie. Auch wenn eine akute Schließung nicht ansteht, so bleibt es eine Tatsache, dass eine Kürzung von zehn Prozent der Mittel im Raum steht. Im Dezember wird das Ergebnis der Haushaltsberatungen der Bürgerschaft vorgelegt. (ts)
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