Menschenrechte im Kamera-Fokus

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Der Flieger symbolisiert Fernweh und das Menschenrecht auf Freizügigkeit Foto: wb
Hamburg: Turnierstieg 24 |

Fotowettbewerb des Nürnberger Menschenrechtszentrums: Sonderpreis für Osterbek-Schüler

Von Michael Hertel
Bramfeld
Drei nackte Fußpaare stehen vor einer Bordkante. Eine Hand hält einen Papierflieger in den Abendhimmel. Zwei Motive aus einer Fotoserie zum Thema Menschenrechte: Antworten von Schülerinnen und Schülern des Kunstkurses BK S3 am Gymnasium Osterbek auf die Fragestellung eines Fotowettbewerbes des Nürnberger Menschenrechtszentrums.

Schüler überzeugen Jury

Aufgabe des vom Kamerahersteller Nikon mit insgesamt 7500 Euro ausgestatteten Wettbewerbes war es, eine Fotoserie zu einem der 30 Artikel aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zu erstellen. Aber wie fotografiert man Menschenrechte? Die Antworten der 13 Gymnasiasten müssen die hochkarätig besetzte Jury überzeugt haben, denn unter mehr als 70 Einsendern, darunter zahlreichen Profi-Fotografen, wurden die Bramfelder mit einem Sonderpreis bedacht. Zur Preisverleihung kamen der Vorsitzendes des Zentrums, Michael Krennerich, und der Kurator des Wettbewerbes, Ulrich Obermeyer, eigens nach Hamburg. „Um die Menschenrechte steht es in der Welt derzeit nicht besonders gut“, stellte Laudator Krennerich fest. Zu ihren Ergebnissen kamen die Schüler auf unterschiedliche Weise. Während Füße und Papierflieger zum Artikel 13 (Freizügigkeit und Auswanderungsrecht) Ergebnis intensiven Nachdenkens waren, ging Felix (17) ganz anders vor: „Ich habe mir eine Kamera geschnappt und bin in die Stadt gefahren. Dort stieß ich auf diese Demo gegen TTIP und CETA.“ Fertig war sein Motiv zu Meinungs- und Versammlungsfreiheit (Artikel 19, 20). Die Ausstellung mit den besten Fotos wird in den nächsten Monaten im In- und Ausland gezeigt. Was die Sonderpreis-Sieger mit dem Preisgeld von 500 Euro machen, soll erst noch im Kunstkurs besprochen werden.
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