Mitreden in Steilshoop!

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Dieses Gebiet - rund um den Gropiusring - wird sich ab kommenden Jahr komplett verändern. Die Stadtteilbewohner sind jetzt aufgerufen, ihre Ideen und Wünsche einzubringen Quelle: BA Wandsbek

Am 16. September Workshop zur Quartiersgestaltung

Von Tanja Sobersko
Steilshoop. Bald sollen den Worten Taten folgen – aber zuvor ist die Meinung der Stadtteilbewohner gefragt. Steilshoop-Nord wird sich ab 2014 rund um den Gropiusring mit dem Neubau des Campus Steilshoop – einem sogenannten Schul-, Bildungs- und Quartierszentrum – erheblich verändern (wir berichteten).
Wie Schulsenator Ties Rabe bekanntgegeben hatte, sollen für den Neubau der „Stadtteilschule am See“ 21,8 Millionen Euro bereit stehen. Sie soll in den geplanten Campus Steilshoop integriert werden. Der ehemalige Standort der Stadtteilschule am See, Borchertring 38 steht – so sieht es das Bezirksamt – nun für Wohnungsneubau zur Verfügung. Noch im Juli dieses Jahres hatte der Stadtteilbeirat Steilshoop bemängelt, dass es keine Bürgerbeteiligung gäbe. Das soll sich ändern: das Bezirksamt Wandsbek lädt am Montag, 16. September, zu einem Workshop ein. Im Kern geht es dabei um Fragen, wie: Ist Wohnungsbau am Borchertring wünschenswert und sinnvoll? Welche Spiel- und Freizeitangebote wünschen sich die Steilshooper rund um den Campus? Was soll mit den angrenzenden Frei- und Grünflächen passieren?
Am kommenden Montag sind Bürger und Bürgerinnen aus Steilshoop also dazu aufgerufen, sich aktiv an der Gestaltung ihres Stadtteils zu beteiligen. Die Fragen nach Wohnungs-, Freizeit- und Freiflächengestaltung werden an dem Abend in Kleingruppen bearbeitet. Dazu Lena Voß, Pressesprecherin des Bezirksamts Wandsbek: „Wir wollen keine fertige Konzepte vorzustellen.“ Vielmehr sollen Ideen der Menschen „aus dem Quartier und für das Quartier“ aufgenommen werden.
Auch die Lokalpolitik sieht dem Workshop mit Spannung entgegen. Wie Carsten Heeder von der SPD, der allerdings nicht als Parteimitglied, sondern als gewählter Bewohnervertreter an dem Workshop teilnehmen wird: „Meine Erwartung ist, dass am Ende ein Ergebnis steht, das von möglichst vielen Steilshooperinnen und Steilshoopern mit getragen wird. Das, was jetzt alles in Steilshoop passiert, wird den Stadtteil über die nächsten Jahrzehnte hinweg prägen.“ Dennis Paustian-Dröscher von den Grünen sieht die anstehende Entwicklung von Steilshoop ebenfalls positiv, weist aber darauf hin, dass es nicht zur Gentrifizierung kommen darf: „Es muss für alle Einkommensschichten bezahlbaren Wohnraum geben, besonders für junge Familien. Eine Aufwertung des Stadtteils darf nicht zur Verdrängung der bisherigen Anwohner führen.“ (ts)

Workshop zur Umgestaltung von Steilshoop: Montag, 16. September, 18 bis 21 Uhr, Mensa des Bildungszentrums Steilshoop, Gropiusring 43
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