Naturschutzgebiet Wittmoor

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Hamburg: Wittmoor | Vom Hummelsee kommend fuhr ich mit meinem Hund in Richtung Norderstedt, Ortsteil Glashütte, um dann weiter über den Lemsahler Weg nach Hamburg zu gelangen. Kurz vor der Landesgrenze Schleswig Holstein/Hamburg, sah ich den Hinweis auf die Gedenkstätte KZ Wittmoor und auf das Naturschutzgebiet Wittmoor.

Der gut 1500 Meter lange Weg zur Gedenkstätte führt quer durch das Wittmoor und weil es Naturschutzgebiet ist, nahm ich meine Getüpfelte an die Leine.

Das Wittmoor liegt in einer Eiszeitlichen Rinne, die in der letzten Eiszeit entstanden ist. Hier lagerten sich massive Sand- und Kiesschichten ab. Nach dem Abtauen versumpften die Gebiete und es entstanden so die unterschiedlichsten Moore.

Das Wittmoor, ein helles Moor, soll der Rest eines Hochmoores sein, dass in vielen Fahrtausenden in dieser Rinne entstanden ist. Weiter südlich und westlich befinden sich noch das Raakmoor, das Wilde Moor, das Hattsmoor und noch einige andere Moore, die ebenfalls teilweise trockengelegt wurden.

Nach dem Grosshamburggesetz zieht sich nun eine Grenze quer durch das Moor. Der eine Teil gehört nach Hamburg und der andere Teil nach Norderstedt. Der Teil in Norderstedt ist noch fast völlig erhalten geblieben und in Hamburg hat man den Torf abgebaut.

Jetzt ist das Gelände (Wittmoor) zum Naturschutzgebiet erklärt worden.

Naturschutzgruppen sind seit 1978 aktiv und bringen das Wittmoor wieder in einen naturnäheren Zustand. Es gibt auch wieder die typischen Tier- und Pflanzenarten der Hochmoore, wie das Wollgras, Moosbeere, Sonnentau und Rosmarienheide.

Man kann auch schon wieder die Jagdspinne, Sumpfschrecke, viele Falter und Libellen sehen. In den Feuchtflächen hören und sehen wir ab und zu mal den Gras- und Moorfrosch, Die Ringelnatter mit ihrer gelben halbmondförmigen Zeichnung an den Kopfseiten und die Kreuzotter die sich in der Sonne zusammengerollt hat und möglicherweise auf Beute wartet.

Auch ist die Vogelwelt hier vertreten, deren Gesänge und Gezwitscher von Wiesen und Felder herüberschallt.

Um die Natur zu schützen sind an vielen Stellen Schilder aufgestellt worden und der Bürger, der hier wandert, wird eindringlich darauf hingewiesen, dass er die Schutzvorschriften befolgen sollte und möglichst nicht in die Feuchtgebiete zu betreten, weil es gefährlich sein könnte.
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