Friedhof Ohlsdorf Helmut Schmidt Grabstätte

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  Helmut Schmidt, einer der grössten Deutschen Staatsmänner und Ehrenbürger Hamburgs

Seine politische Laufbahn begann als Polizeisenator in der von der SPD geführten Bürgerschaft Hamburgs.

Während der Flutkatastrophe 1962, bei der in Hamburg 316 Menschen ihr Leben verloren, zeigte er durch Engagement, wie die Rettung der noch vom Wasser Eingeschlossenen bewerkstelligt werden kann. Er scheute sich nicht, als Hamburger Senator, die Bundeswehr zur Hilfe zu rufen und einzusetzen. Sein letzter Dienstgrad bei der Bundeswehr war Hauptmann der Reserve.

Ab 1967 war er Abgeordneter (Schmidt Hamburg oder liebevoll Schmidtschnautze) im Deutschen Bundestag in Bonn und setzte seine Laufbahn als Verteidigungsminister; Finanzminister zum Bundeskanzler bis 1982 fort. Seit 1983 bis zu seinem Tod war er Mitherausgeber der Zeitung DIE ZEIT.

Mit seiner Ehefrau „Loki“, die er schon seit seiner Schulzeit kannte und noch als aktiver Offizier der Deutschen Wehrmacht 1942 heiratete, lebte er bis zu ihren Tode 2010 in einem doppelten Reihenhaus im Neuberger Weg 80 in Langenhorn.

Dort empfing er auch diverse Staatsmänner und beim Empfang des US Präsidenten Gerald Ford, der von 30 Mitarbeitern des Secret Servis begleitet wurde, wurde ich ebenfalls zum Schutz eingesetzt. Später war ich eine Zeitlang sein Begleiter und Personenschützer.

Wenn Neuerscheinungen seiner und Lokis Bücher auf dem Markt waren, konnte ich sie mir persönlich signieren lassen.

Als gebrochener Mann musste er 2010 seine geliebte Loki nach einer grossen Trauerfeier im Michel zu Grabe tragen. Sie wurde im Familiengrab der Schmidts auf dem Friedhof Ohlsdorf Kapelle 10 beigesetzt.

Fünf Jahre nach ihrem Tode verstarb auch Altbundeskanzler Helmut Schmidt in seinem Hause in Langenhorn. Eine Virusinfektion, die er sich bei einem operativen Eingriff im Krankenhaus zuzog, bekam man nicht in den Griff.

Vor seinem Tode hatte er schon seine Beerdigung minutiös geplant. Einem Staatsakt stimmte er zu. Dieser sollte jedoch nicht in Berlin, sondern im Hamburger Michel stattfinden. Die geladenen Gäste nahmen nach der Feier im Hamburger Rathaus an einem Empfang teil.

Die Familie Schmidt hatte in vielen Jahren als Buchautoren und Rednern viele Millionen zusammengetragen und auch viel davon gespendet. Ihr Haus in Langenhorn soll in eine Helmut und Loki Schmidt Stiftung eingebracht werden.

Nach dem Staatsakt im Michel, an dem viele In- und Ausländische Staatsgäste teilnahmen, schritten acht Bundeswehroffiziere mit dem Sarg auf den Schultern eine Ehrenkompanie auf der Ludwig Ehrhard Strasse vor dem Michel ab.

Anschliesend brachte ihn ein Leichenwagen, begleitet mit einer Polizeiescorte von meiner ehemaligen Verkehrsstaffel, in langsamer Fahrt am Rathaus, Binnen- und Aussenalster vorbei zum Friedhof Ohlsdorf, wo er seine letzte Ruhestätte über die Einfahrt zum damaligen Krematorium erreichte.

Tage später wurde er, wie auch damals seine Loki, im engsten Familienkreis beigesetzt.

Friedhofsmitarbeiter konnten von diversen Besuchern an seinem Grab berichten, die ihm seine damaligen so geliebten Mentholzigaretten, eine Dose Labskaus und Dosen mit Schnupftabak ans Grab legten.
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