Hamburger Original "Zitronenjette"

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Hamburg: ludwig erhard strasse | Hamburg hat diverse Originale und inspiriert vom Denkmal der Zitronenjette, die in der Ludwig Erhard Sraße neben dem Hamburger Michel steht, habe ich ein bisschen gestöbert und werde versuchen mit ein paar Worten ihren Lebens- und Leidensweg hier nachzuzeichnen.

Da sie keiner von uns persönlich kannte, wie auch denn, so muss man sich im WIKI schlau machen und mit eigenen Worten wiedergeben, was man über sie lesen konnte.

Sie wurde im Jahre 1841 in Dessau unter den Namen Johanne Henriette
Marie Müller geboren und zog mit Mutter und Schwester nach Hamburg. Sie war von Zwergenwuchs und maß nur 132 cm vom Scheitel bis zur Sohle. Aus diesem Grunde war es schwer für sie Arbeit zu finden.

Um Geld für den Unterhalt und zum Leben zu verdienen, ging sie in den Hafen und kaufte dort von den Schiffen Südfrüchte, die sie in einen Korb packte und verkaufte. Mit gefülltem Korb ging sie in die Stadt und rief mit zitternder Stimme: „Zitroon; Zitroon; Köfft Zitroon!“

Bald hatte sie ihren Namen weg. Aus Henriette machte man Jette und da sie Zitronen verkaufte, war sie von nun an die „Zitronenjette“. Mit ihrem Korb ging sie auch nun durch die St. Pauli Kneipen. Aufgrund ihrer „Größe“ nahm man sie nicht ernst und rief: „Kumm her mien Deern“ und gab ihr Kümmel zu trinken. Kümmel war ein alkoholisches Getränk und mit der Zeit wurde sie davon alkoholabhängig.

Das passte den Hamburger Ordnungsbehörden nicht und man wies sie in das Krankenhaus Eilbek, das eine sogenannte „Trinkeranstalt“ in der Friedrichsberger Strasse 52 unterhielt, ein. Dort starb sie 1916 mit 75 Jahren.

Noch zu ihren Lebzeiten schrieb man ihre Geschichte und führte sie im Jahre 1900 im damaligen Ernst Drucker Theater auf, zu der man sie auch einlud. Das Ernst Drucker Theater ist heute das bekannte St. Pauli Theater. Unser Original aus dem Ohnsorg Theater Henry Vaal spielte sie damals und kann auf DVD angesehen werden.
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