Dulsberg statt Straßburger Straße?

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Die U-Bahn Straßburger Straße liegt mitten im Stadtteil und wäre die Station, die für eine Umbenennung am ehesten in Frage käme Foto: Grell
Hamburg: U-Bahnstation Straßburger Straße |

Die Anwohner im Hamburger Stadtteil diskutieren über die Umbenennung der U-Bahnhaltestelle der Linie U 1

Von Karen Grell
Dulsberg
Im Stadtteil Dulsberg wird jetzt der Vorschlag diskutiert, ob die U-Bahnstation „Straßburger Straße“ in „Dulsberg“ umbenannt werden soll. Die Stadtteilidentifikation stärken – Für eine U-Bahn-Station „Dulsberg“, so heißt der gemeinsame Antrag der politischen Parteien im Bezirk Wandsbek. Hintergrund: Der Dulsberg sei einer der am dichtesten besiedelten Stadtteile in Hamburg, zu dem unter anderem die denkmalgeschützte Siedlung von Fritz Schumacher, der Olympiastützpunkt und die zur Eliteschule des Sports ausgebaute Gesamtschule Alter Teichweg gehören. Viele Bewohner des Stadtteils machten aber im Gespräch mit anderen Hamburgern die Erfahrung, dass manche Mitmenschen trotz der bekannten Anlaufpunkte im Viertel gar nichts mit dem Stadtteil anfangen können und nicht einmal wissen, wo er genau liegt. Im Stadtteilrat gab es deshalb im vergangenen Jahr zahlreiche Überlegungen, wie der Bekanntheitsgrad des Stadtteils verstärkt werden könnte. Davon verspricht sich der Rat ein besseres Gefühl der Zusammengehörigkeit der Bürger auf dem Dulsberg und damit auch mehr Engagement der Menschen für ihre Quartier.

Uneinig über Sinn


Ein Vorschlag zur Verbesserung dieser Wahrnehmung sei, laut Stadtteilrat, eine der beiden U-Bahn-Stationen „Straßburger Straße“ oder „Alter Teichweg“ oder die
S-Bahn-Station „Friedrichsberg“ mit dem Namen „Dulsberg“ zu versehen. Von 103 Hamburger Stadtteilen sind immerhin 47 mit ihrem Stadtteilnamen direkt oder in Verbindung mit einem Zusatz vereint. Die am meisten für die Umbenennung in Betracht gezogene Station ist die Straßburger Straße, weil diese nahe dem Straßburger Platz mitten im Zentrum des Quartiers liegt. Die Meinungen der Bewohner im Stadtteil gehen in Sachen U-Bahn Station „Dulsberg“ weit auseinander. Während die einen glücklich über den Antrag der Fraktionen sind und sich endlich auch als kleines Viertel wahrgenommen fühlen, sprechen andere von verschwendeten Geldern und meinen, es gäbe andere Notwendigkeiten im Stadtteil, die Priorität hätten.
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1 Kommentar
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Markus Pöstinger aus Dulsberg | 08.02.2017 | 18:33  
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