Frohbotschaftskirche mit neuem Raumkonzept

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Die Hülle der Frohbotschaftskirche am Straßburger Platz bleibt erhalten. Im Innern der Kirche entstehen aber neue Räume, so dass es Platz für eine Kita und Büros gibt Foto: Grell
Hamburg: Straßburger Pl. 2 |

Die Kirchengemeinde Hamburg-Dulsberg baut ihr Gotteshaus komplett um und schafft so Platz für eine Kita, für Büros und für Gottesdienste

Von Karen Grell
Barmbek
Mitten auf dem Dulsberg, direkt am Straßburger Platz, steht die Frohbotschaftskirche und sieht dabei von außen eigentlich genau so aus, wie sie schon seit Jahrzehnten das Viertel prägt. Was gerade in ihrem Kirchenschiff vor sich geht, ahnt wohl niemand, der an ihr vorbeigeht. Die Frohbotschaftskirche ist zurzeit nämlich nur noch eine Hülle, in der komplett neu gebaut wird. Aus Denkmalschutzgründen erhalten, wird das Gebäude in der Zukunft in völlig anderer Form genutzt. Zwei große Kuben, die im Inneren der Kirche entstehen, werden sowohl Platz für eine Kindertagesstätte bieten, als auch der Frohbotschafts-Gemeinde neue Büros geben.

25 Jahre Planung

Entstanden war die Idee aufgrund der Größe des Gebäudes und der zurückgehenden Besucherzahlen in den vergangenen Jahren. „Wir brauchen nicht mehr die gesamte Kirche für die Gottesdienste“, bestätigen auch die Pastorinnen Maren Wichern und Hannegret Riepkes-Billerbeck. Die langen Sitzbänke, die große Orgel und die gigantische Empore waren deshalb auch schon vor Beginn der Bauarbeiten verkauft worden. „Die Orgel ist jetzt im Besitz einer polnischen Kirche“, verrät Maren Wichern den Verbleib des Musikinstruments. 25 Jahre lang habe die Planung rund um die Verwirklichung eines Baus im Bau gedauert – und nun endlich konnte der Grundstein für dieses ganz besondere Projekt gelegt werden.

6 Millionen Euro Baukosten

„Baue ein Haus, das uns beschützt“, sangen die Kinder in Vorfreude auf ihre schönen neuen Räume, die dann mitten in der Kirche stehen werden. Immerhin sechs Millionen Euro wurden hier zusammengetragen, um das Konzept der Gebäude im Inneren des Kirchenschiffes wahr werden zu lassen. Allein die Hälfte der Gelder stammt dabei aus kirchlichen Mitteln, der Rest wurde aus öffentlichen Geldern wie dem Rahmenprogramm integrierte Stadtteilentwicklung RISE und Geldern für die Förderung für Denkmalschutz aufgewandt.

Eingang Straßburger Platz

Neu wird nach Beendigung der Bauarbeiten auch der Zugang zur Kirche sein. Anstatt eines Eingangs an der Weißenburger Straße, soll derselbe zum Straßburger Platz hin die Kirche mehr dem Stadtteil öffnen. Zur offiziellen Grundsteinlegung waren auch schon viele Gäste aus dem Viertel gekommen und hatten mit den Verantwortlichen zusammen den ersten wichtigen Schritt des neuen Projektes auf dem Dulsberg gefeiert. In die Zeitkapsel kamen neben der Tagespresse und dem Gemeindebrief auch eine Friedenskerze und ein Zwei-Euro-Stück, damit sich die späteren Generationen, die vielleicht hier einmal ganz neu bauen werden, an die heutige Zeit zurückerinnern können. Im Sommer 2018 soll der Bau, wenn alles nach Plan läuft, bezugsfertig sein.
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