Hamburg: Eine sehr große Koalition am Klavier

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Musikalische Einlage von Julian Georg, Franziska Hoppermann und Rainer Schünemann (v.l.n.r.) Fotos: Glitz

Jahresausklang in der Bezirksversammlung. Stadtbahn bleibt ein Thema

Hamburg. Die Adventszeit machte sich auch bei den Bezirksparlamentariern bemerkbar. Bevor sich die Wandsbeker Bezirksversammlung an die 19 Tagesordnungspunkte mitsamt 43 doppelt bedruckten Seiten an Anträgen und Drucksachen machte, gab es erst einmal Kultur. Den Auftakt machte ein interfraktionelles Trio. Rainer Schünemann (SPD) und Franziska Hoppermann (CDU) spielten vierhändig auf dem Flügel, assistiert von Julian Georg (Linke). Gegeben wurde die „Petersburger Schlittenfahrt“. Was den Vorsitzenden der Bezirksversammlung Hans-Joachim Klier zu der Bemerkung verleitete: „wir können hier auch anders Schlitten fahren als sonst üblich!“
Mit Kultur ging es auch weiter: Die Bezirksversammlung Wandsbek verlieh den Kulturpreis 2013. Die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung ging an den Kulturkreis Torhaus im Bürgerverein Wellingsbüttel. In dem ehemaligen, 250 Jahre alten Pferdestall werden jährlich bis zu 60 Veranstaltungen angeboten: Literatur, Musik, Kleinkunst und Kabarett, Vorträge, Theater und Filmabende, häufig mit prominenten Kulturschaffenden. „Wir wollen mit dem Kulturpreis das Durchhaltevermögen der Ehrenamtlichen aus Wellingsbüttel anerkennen, ihre Arbeit trägt zur Attraktivität des ganzen Bezirkes bei“, lobte Hans-Joachim Klier die Ausgezeichneten. Vera Stein, Leiterin des Kulturkreises, dankte für die Anerkennung: „Das ist für uns auch Ansporn für die Zukunft. Das Preisgeld können wir gut gebrauchen für eine professionelle Bühnenbeleuchtung!“
Dann wurde es doch noch politisch, allein sieben Debatten-Anträge von SPD, CDU und der Linken wurden diskutiert. Angenommen wurde der Vorschlag der Sozialdemokraten, in Eilbek vor der Hintergrund deutlich steigender Mieten und der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen Daten zur weiteren Entwicklung zu sammeln. Ziel ist eine soziale Erhaltensverordnung, wie es sie bereits in einigen Stadtteilen im Bezirk Mitte gibt. So soll die Sozialstruktur in Eilbek erhalten bleiben. Eine Mehrheit bekamen auch zwei Anträge der Linken. Einmal positionierte sich die Bezirksversammlung zum Thema Stadtbahn. Diese sei als zukunftsweisendes Verkehrsmittel weiterhin zu befürworten, die erneute Diskussion sei zu begrüßen und eine Schienenanbindung von Bramfeld und Steilshoop weiterhin notwendig. Schließlich soll der Transport der Schüler der geschlossenen Förderschule Kielkoppelstraße zur Anne Frank Schule in Bramfeld verbessert werden. Die betroffenen Eltern und die Fachbehörde mögen sich zusammensetzen, so das einstimmige Votum. (rg)
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