„Jag mal wieder Schnäppchen“ im Flohbuy

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Dekoratives mit sozialem Touch: Ronja Mohr (l.) und Melanie Markert engagieren sich im Flohbuy Foto: nik
Hamburg: Straßburger Platz 5 |

Second-Hand-Laden auf dem Dulsberg als soziales Projekt für Jugendliche

Von Nicole Kuchenbecker
Hamburg
Etwas versteckt hinter der Kirche am Straßburger Platz hat Flohbuy seinen Standort. Flohbuy, das klingt etwas nach Flohmarkt, ist es auch. Irgendwie. Aber dann doch nicht. Denn das kleine Lädchen ist viel mehr als nur eine Umschlagstelle für gebrauchte Waren. Es ist ein soziales Projekt. Hier erhalten Jugendliche die Möglichkeit, aktiv in die Berufswelt hinein zu schnuppern und sich Lob und Anerkennung zu verdienen. Melanie Markert und Ronja Mohr arbeiten hier neben ihrem Masterstudiengang und betreuen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die aus unterschiedlichen Einrichtungen wie beispielsweise Wohngruppen kommen. „Die Idee ist es, dass Jugendliche und junge Erwachsene erste Arbeitserlebnisse sammeln können“, sagt Markert. Das Projekt, das von „basis und woge“ getragen wird, bietet benachteiligten Jugendlichen aber viel mehr: Die Jugendlichen werden zu Mitarbeitern, übernehmen Verantwortung. Zu ihren Aufgaben gehört es, das Ladengeschäft zu säubern und für den Verkauf herzurichten, zu dekorieren, die Kundenberatung, der Verkauf und die Kasse. Alles eben wie in einem „richtigen“ Job. Und auch die Betreuung des Internetshops auf einer bekannten Verkaufsplattform sowie in sozialen Netzwerken, das Einstellen von Waren mit Beschreibung und Foto, gehört zum Aufgabengebiet. „Wir haben uns für die einzelnen Monate Aktionen überlegt“, erklärt Ronja Mohr, „im Juni gibt es beispielsweise eine zum Thema Sommerbekleidung, im August einen Dekorations-Sale, im Oktober eine Herbstaktion.“ Und gerade jetzt läuft die große Osteraktion, bei der es bis zu 30 Prozent Rabatt bei einem Kauf von fünf Osterartikeln auf den gesamten Einkauf gibt. So möchte das Flohbuy-Team, das aus insgesamt sieben Personen besteht, erreichen, dass sich durch die Mehreinnahmen der Lohn der Jugendlichen selbst trägt. Aktuell bekommen die Mitarbeiter am Tag 40 Euro.

Spenden willkommen

Flohbuy ist auf Unterstützer und Spender angewiesen. Wer saubere Kleidung, CDs oder DVDs, Bücher, die jünger als zehn Jahre sind, Spielwaren oder Dekorationsartikel abgeben möchte, ist herzlich willkommen. Spenden werden allerdings nur persönlich von den Mitarbeitern während der Öffnungszeiten angenommen. „Darum bitte keine Körbe oder Kartons vor die Tür stellen“, so Mohr weiter, „wir gucken die Sachen im Beisein der Spender durch.“

Geöffnet hat das Geschäft Dienstag bis Freitag von 15 bis 19 Uhr, Sonnabend von 13 bis 17 Uhr. Wer einen Blick auf das Sortiment werfen möchte, kann auf www.flohbuy.de einen Blick riskieren
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