Stolperfallen am Kiefhörn in Dulsberg

Anzeige
Bei einem gemeinsamen Frühjahrsspaziergang zusammen mit den Senioren wurden auch die Mängel im Stadtteil aufgenommen Foto: Grell
 
Heidi Lange zeigt die Gehwegplatte, an der sie gestolpert ist Foto: Grell
Hamburg: Kiefhörn 1 |

Senioren zeigen Gehweg-Mängel im Stadtteil auf

Von Karen Grell
Dulsberg
Gehwegplatten ragen schief aus dem Boden empor, Autos parken in unübersichtlichen Kurven und neben den viel zu niedrigen Sitzbänken türmt sich der Müll. So sieht es rund um die Seniorenwohnanlage am Kiefhörn aus. „Die Infrastruktur hat sich hier nicht Seniorengerecht weiterentwickelt“, weiß auch Katrin Fredeboom vom Seniorentreff Dulsberg, die kürzlich zu einem Rundgang durch den Stadtteil eingeladen hatte, um die Mängel in der Umgebung einmal gemeinsam mit den Bewohnern der Seniorenresidenz aufzunehmen. „Mich haben die Senioren, die zu uns in den Treff kommen, immer wieder auf die prekäre Lage am Kiefhörn aufmerksam gemacht“, so Fredeboom, die sich deshalb zusammen mit Helmut Krumm vom Seniorenbeirat einmal ein eigenes Bild machen wollte. „Es sollte eigentlich heute auch ein kleiner gemeinsamer Frühlingsspaziergang werden“, verrät Fredeboom, die Wunschliste der knapp vierzig Senioren in Sachen mehr Sauberkeit und bessere Zuwege in den Straßen, die von ihnen täglich genutzt werden, sei dann aber so lang gewesen, dass nur wenig Zeit blieb, um Ahornblätter und Tulpenblüten zu bewundern. „Ich bin hier an den Gehwegkanten schon ernsthaft gestürzt“, erinnert sich Heidi Lange an ihren letzten Unfall aufgrund der schlechten Wegeverhältnisse, der ihr sogar einen Aufenthalt im Krankenhaus bescherte. „Mein Mann ist sogar mit dem Fahrrad im Gebüsch gelandet, weil der Radweg in einem derart miserablen Zustand ist.“

Baumwurzeln und schlechte Beleuchtung


Baumwurzeln heben hier die Oberfläche der Radwege in die Höhe, überall gibt es Ecken und Kanten und jede Menge kleine tückische Schlaglöcher. Auch die Beleuchtung sei gerade in der Straße Kiefhörn und der nahegelegenen Grünanlage so unzureichend, dass manche der Senioren sich am Abend in der Dämmerung gar nicht mehr aus dem Haus trauen. „Wir wünschen uns gerade hier für die Grünfläche, die parallel zur Straße verläuft, ein paar zusätzliche Laternen“, hofft Ilse Zels, die auch die Sitzbänke als zu niedrig beschreibt und gern ein paar zusätzliche Mülleimer in der kleinen Parkanlage sehen würde. „Wir haben das Glück, hier diese schöne blühende Oase direkt vor der Haustür zu haben. Jetzt fehlen eigentlich nur noch die sanierten Gehwege, um dort auch hinzukommen“, so die Senioren, die auf schnelles Handeln von Seiten des Bezirkes hoffen. Es sei einfach auch schade, dass so viele Nutzer des Parks ihren Müll überall liegenlassen.

Parkverbot gefordert


„Es gibt ja schon einige Mülleimer“, weiß auch Katrin Fredeboom, die würden nur in vielen Fällen gar nicht genutzt werden. Ein weiterer wichtiger Kritikpunkt der Senioren stellt die Kurve direkt gegenüber der Wohnanlage mit einer völlig unübersichtlichen Parksituation dar, die es den älteren Menschen fast unmöglich macht, hier unbeschwert über die Straße zu kommen. „Wir fordern an dieser Stelle ein Parkverbot zumindest für den Kurvenbereich“, betont Ilse Zels, die selber betroffen ist und gern ohne Angst auf die andere Straßenseite gelangen würde. Am Ende des zweistündigen Spaziergangs zusammengefasst stehen an ganz oberster Stelle der Mängelliste die kaputten Gehwege, gefolgt von den Radwegen und der schlechten Lichtverhältnisse. „Wir hoffen jetzt einfach, nicht vergessen zu werden“, so die Senioren aus der Kiefhörn, die hier „super gern hergezogen“ sind und nun auf die Entwicklung des Umfeldes warten. „Wir sind zuversichtlich, dass sich etwas verbessern wird“.

Lesen Sie auch: Gefährliche Gehwege in Hamburg

Lesen Sie auch: Marode Bürgersteige in Hamburg

Lesen Sie auch: Posse um Laternenpfahl in Eilbek

Lesen Sie auch: Stolpern in Eilbek ist programmiert

Lesen Sie auch: Immer mehr Stolperfallen

Schreiben Sie uns


Wir suchen weiter nach unwegsamen Bürgersteigen, die einen Hindernislauf anmuten lassen. Die nicht nur beschwerlich für ältere Menschen, für Menschen mit Gehhilfen wie Rollatoren oder Unterarmgehstützen sind. Sie haben auch so etwas vor ihrer Haustür? Oder auf dem Weg zur Arbeit oder Schule? Dann schreiben Sie uns an. wbv.redaktion@hamburger-wochenblatt.de
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige