AUSGERUTSCHT: DSC HANSEAT ENTTÄUSCHT BEIM 0:0 GEGEN LORBEER

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  Hamburg: Sportplatz Vogesenstrasse |

Wer am Samstag mit ein paar Minuten Verspätung zum Kreisliga-Spiel DSC Hanseat gegen FTSV Lorbeer erschien, schien nicht bei einem Fussballspiel gelandet zu sein, sondern bei der neuen Sportart "Freistil-Rutschen auf seifigem Untergrund": Ein wolkenbruchartiger Schauer kurz vor Spielbeginn hatte den Platz an der Vogesenstrasse in eine Rutschbahn verwandelt, auf der beide Mannschaften - oftmals vergeblich - mehr nach einem festen Stand als nach einem sinnvollen Spielaufbau suchten. Aber nicht nur in dieser Hinsicht war die Partie für die Dulsberger ein Ausrutscher: Gegen einen bis auf den herausragenden Torhüter Kevin Maack ziemlich limitierten Gegner verloren die Hanseaten im Laufe des Spiels immer mehr die Ordnung und hätten letztlich auch nicht mehr ein Unentschieden verdient gehabt.

Dominanz in der 1. Halbzeit

Gegenüber dem gelungenen Saisonstart bei Fatihspor war DSC-Trainer Turgut Ceylan durch etliche verletzungs- und urlaubsbedingte Absagen zu mehreren Umstellungen im Offensivbereich gezwungen. So musste z.B. der Mannschaftskapitän und etatmässige Defensivspieler Mahmut Armut als Sturmspitze auflaufen, der sich zwar sehr bemühte, aber doch nicht ganz verbergen konnte, dass er kein geborener Stürmer ist. Trotzdem startete der DSC mit Schwung in die Partie und hatte schon nach wenigen Minuten durch den rechts im Strafraum freigespielten Hans-Georg Koch die Chance, früh in Führung zu gehen, der aber kanpp verzog. In der Folgezeit dominierten die Dulsberger das Spielgeschehen, ohne aber wirklich zwingend vor dem Tor zu werden. Und wenn der DSC dann vornehmlich mit Standards doch mal in Tornähe kam, wurden diese Bemühungen eine sichere Beute des souveränen Lorbeer-Keepers.

Aufgelöste Ordnung in Hälfte 2

Hatten die Anhänger der Hanseaten auf eine Steigerung in der 2. Hälfte gehofft, so wurden sie ziemlich enttäuscht. Zwar kam in der 53. Minute mit dem gerade aus dem Urlaub zurückgekehrten Bilal Madadi eine echte Strumspitze aufs Feld, der auch durchaus für eine Belebung in der Dulsberger Offensive sorgte. In der 65. Minute setzte er sich gegen 3 Gegenspieler durch, drang von rechts in den Strafraum ein und scheiterte erst an Lorbeer-Schlussmann Mack. Den Abpraller drückte Uslu über die Linie, aber Schiedsrichter Lasse Holst - der im übrigen keine wirkliche überzeugende Leistung ablieferte - verweigerte dem Treffer die Anerkennung. Aber parallel zur Stärkung der Offensive ging die Ordnung in Abwehr und defensivem Mittelfeld immer mehr verloren, wodurch die Lorbeer-Stürmer mehrfach zu guten Einschussmöglichkeiten eingeladen wurden, die sie aber ebensowenig zu nutzen wussten wie die Dulsberger die vielleicht grösste Chance nach dem schönsten Angriff des gesamten Spiels kurz vor Schluss: Youcef Madadi schickt Koch auf der rechten Seite, der stösst bis zur Torauslinie vor, flankt perfekt auf den am 5-Meter-Raum freistehenden Bilal Madadi, dessen Kopfball aber von Lorbeer-Keeper Mack gehalten werden kann. Letztlich blieb es so bei einem leistungsgerechten 0:0 in einem schwachen Kreisliga-Spiel. Bezeichnend für den unglücklichen Auftritt des DSC vielleicht, dass der in der 83. Minute eingewechselte DSC-Oldie Marc Pfadenhauer praktisch mit dem Schlusspfiff noch die rote Karte sah.

Der DSC Hanseat spielte mit ...

Kumfert - Gabric, Karabacak, M. Madadi, D. Geygel (53. B. Madadi) - Mustapha, Rodrigues (83. Pfadenhauer) - Koch, Y. Madadi, Uslu - Armut
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