Was beschäftigt einen kleinen Verein? HFV-Vorstand besucht DSC Hanseat

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Zum Abschluß des HFV-Vereinsdialogs mit dem DSC Hanseat überreichte HFV-Vorsitzender Dirk Fischer (2.v.r.) ein Netz mit Fußbällen an den DSC-Vorsitzenden Ulrich Bunsmann (Mitte). Links DSC-Schiedsrichter-Obmann Ralf Brinkmann, daneben der stellvertretende HFV-Vorsitzende Carl-Edgar Jarchow, ganz rechts DSC-Jugendleiterin Tanja Haenle (Foto: Karsten Marschner)
Hamburg: Cafe Südpol |

Im Rahmen seiner Gesprächsreihe " Vereinsdialog" sucht der Vorstand des Hamburgischen Fußball-Verbandes das Gespräch mit den Vereinen an der Basis. Vor Weihnachten war der DSC Hanseat Gastgeber für ein solches Gespräch. HFV-Vorsitzender Dirk Fischer, sein Stellvertreter Carl-Edgar Jarchow und Geschäftsführer Karsten Marschner kamen dazu ins DSC-Vereinsheim "Café Südpol", wo sie vom 1. Vorsitzenden Ulrich Bunsmann, Jugendleiterin Tanja Haenle und Schiedsrichter-Obmann Ralf Brinkmann erwartet wurden.

Im Rahmen eines gleichermaßen intensiven wie freundschaftlichen Austauschs kamen dabei eine Vielzahl von kleineren und größeren Problemen zur Sprache, die zum einen den DSC Hanseat als traditionsreichen, aber relativ kleinen Verein in einem der sozial schwächsten, zudem auch noch relativ bevölkerungsschwachen Stadtteile Hamburgs betreffen, zum anderen aber auch generelle Bedeutunmg für den Sport im allgemeinen und den Fußball im besonderen haben.

Ein solches generelles Problem ist zum Beispiel die lange Zeit, die es braucht, für Flüchtlingen, die Fußball spielen wollen, eine offizielle Spielberechtigung zu bekommen. Der DSC Hanseat hat sich im vergangenen Jahr in diesem Bereich sehr stark engagiert, aber beobachten müssen, wie Integrationsbemühungen in den Verein wegen der langen Vefahrenswege scheiterten. Vorsitzender Ulrich Bunsmann regte an, die Möglichkeit einer vorläufigen Spielerlaubnis zu prüfen.

DSC-spezifischer sind Probleme mit der Platznutzung und den Hallenzeiten. So liegt der Rasenplatz an der Königshütter Straße, auf dem die Duksberger früher ihre Heimspiele austragen konnten, seit Jahren für Fußball-Nutzung brach. Das ist für den DSC Hanseat besonders ärgerlich, weil er hinsichtlich einer Umwidmung des Platzes an der Vogesenstraße in einen Kunstrasenplatz ziemlich weit hinten in der Anwärterliste steht.

Seit dem Jahr 2015 hat der DSC Hanseat eine Futsal-Abteilung. Grundsätzlich ist der sportliche Erfolg gegeben, das Team stieg Ende 2015 in die Veerbandsliga auf und konnte dort als Aufsteiger im letzten Spiel den Klassenerhalt sichern. Die sportlichen Entwicklungsmöglichkeiten werden aber durch die fehlenden Trainingsmöglichkeiten begrenzt: Die Dulsberger Futsaler können nur einmal in der Woche trainieren, weil Hallenzeiten fehlen.

Diese und weitere Anliegen trafen bei den Gästen durchaus auf offene Ohren und Verständnis, auch wenn sie verständlicherweise keine unmittelbaren Lösungen mitgebracht hatten. Nach etwa 1 1/2 Stunden intensiven Austauschs verblieb man mit der Absicht, zu den angesprochenen Fragen weiter in Kontakt zu bleiben.
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