Abzocke mit Gutschein-Gültigkeitsdaten?

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Gutscheine sind eine beliebte Geschenkidee zu allen Anlässen. Nicht selten haben Beschenkte nicht sofort eine Idee, wie sie den Gutschein einlösen. In solchen Situationen wird dieser erst einmal verlegt. Wenn der Gutschein später wieder auftaucht, ist eine längere Zeit vergangen und es stellt sich die Frage nach der Gültigkeit.

Gültigkeit von Gutscheinen mit Geldwert

Auf vielen Geschenkgutscheinen ist der letzte Tag der Gültigkeit bzw. das Kaufdatum vermerkt. Trotzdem gelten gesetzliche Regelungen, die einen zu kurzen Zeitraum entkräften. Grundsätzlich sind Geschenkgutscheine drei Jahre gültig.

Die Zählung beginnt ab dem Ende des Jahres, in dem der Gutschein erworben wird. Wird ein Gutschein am 01.02.2014 gekauft, kann er bis 31.12.2017 eingelöst werden. Das gilt allerdings nur für Gutscheine, die einen gewissen Geldwert vorsehen. Der Anbieter ist darüber hinaus nicht verpflichtet, eine Barauszahlung vorzunehmen. Viele Anbieter zahlen einen kleinen Restbetrag, der mit dem Kauf nicht verwendet wurde, in bar aus.

Auch hierzu ist der nicht verpflichtet und tut dies nur aus Kulanz. Meldet ein Anbieter Insolvenz an, hat der Kunde keinen Anspruch mehr darauf, seinen Gutschein einzulösen. In einem solchen Fall zählt er für die Gültigkeit des Gutscheins als Gläubiger des Unternehmens. Nachdem die Insolvenz beendet ist, wird das übrige Kapital verhältnismäßig auf alle Gläubiger verteilt. Die Zahlung fällt für Gutscheinbesitzer nicht sehr hoch aus.

Gutscheine für Gegenstände oder Dienstleistungen

Geschenkgutscheine, die keinen Geldwert haben sondern einen bestimmten Gegenstand oder eine Dienstleistung umfassen, können eine geringere Gültigkeit aufweisen. Besonders dann, wenn die Preise für den Gegenstand in den nächsten Jahren erhöht werden müssen. Manchmal kann der Gutschein in einem solchen Fall auch nach Ablauf der Gültigkeit eingelöst werden. Dann darf der Anbieter allerdings den Differenzbetrag zwischen altem und neuem Preis als Entschädigung verlangen.

Aktionsgutscheine

Die gesetzlich vorgegebene Gültigkeit der Gutscheine gilt natürlich nur für solche, die ein Kunde gegen Bezahlung erworben hat. Ausgenommen davon sind Aktionsgutscheine, die Anbieter ihren Kunden kostenlos zur Verfügung stellen. Deren Gültigkeit kann vom Anbieter beliebig festgelegt werden. Auch über die Konditionen beim Einlösen entscheidet der Anbieter selbst. So können verschiedene Artikel mit dem Gutschein nicht gekauft werden oder es wird ein Mindestbestellwert (bei Online-Shops) festgelegt.
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