Alltagserleichterung für Sehbehinderte – Smartphone hilfreich für alle

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Durch bestimmte Apps können Sehbehinderte bestimmen, was sich vor ihnen befindet.
2007 war es endlich soweit. Nach zahlreichen Versuchen, ein Smartphone auf den Markt zu bringen, revolutionierte das amerikanische Unternehmen Apple die Smartphone-Welt. Der namhafte Hersteller von Elektronikwaren, gegründet von Steve Wozniak und Steve Jobs, stellte mit seinem ersten Modell der Smartphone Reihe ,,iPhone‘‘ alles auf den Kopf – plötzlich hatten alle einen Computer in Miniaturform. Dank der unzähligen Apps, wie verschiedenen Nachrichtendiensten, Spielen, Apps zum Einkaufen, Navigationssystemen, war das Smartphone auf jede erdenkliche Alltagssituation angepasst. Seither stehen heutzutage unzählige Modelle von Smartphones zur Verfügung – von Apple, aber auch anderen renommierten Unternehmen, wie HTC oder Samsung. Die Bedienungsfreundlichkeit erlaubt es, dass jeder Typ von Nutzer, ob Profi oder Anfänger, sowie jede Altersklasse mit dem Smartphone zurechtkommt. Die Betriebssysteme IOS, Android oder Windows Phone sind perfekt auf die Menschen und ihre Lebensbedingungen ausgerichtet.

Sensation in der Smartphonewelt: Blinde nutzen Smartphones

Trotz der Kritik, die man immer durch verschiedene Medien mitbekommt, muss man trotzdem zugeben, dass Smartphones unseren Alltag wesentlich erleichtern – und das sogar von Sehbehinderten. Heutzutage gibt es spezielle mobile Anwendungen für Sehbehinderte, die vorwiegend mit der Kamera funktionieren. Beispielsweise können Blinde sich Schriftstücke einscannen und vorlesen lassen. Neben der Kamera ist daher außerdem auch die Sprachfunktion eine sehr wichtige Eigenschaft für Sehbehinderte. Ein besonderes Beispiel dafür, wie Blinde trotz ihrer Krankheit mit einem Smartphone glücklich sind, ihren Alltag bewältigen und sogar ein Unternehmen gründen, ist die 53-jährige Bettina Schmidt. Frau Schmidt führt ein Reinigungsunternehmen und ist sehbehindert. Das Management ihrer zehn Mitarbeiter, sowie ihre geschäftlichen Aufgaben ist nur dank ihres Smartphones ohne fremde Hilfe möglich.


Blindenhilfe durch neue Technologie

Bettina Schmidt ist das Vorzeigebeispiel, wie Sehbehinderte ihren Alltag problemlos und selbstständig meistern. Auf ihrem Smartphone hat sie an die sieben Seiten nützlicher Apps für Sehbehinderte. Darunter findet man beispielsweise die App ,,Prizmo‘‘, die Dokumente einscannt und dem Nutzer vorliest. Nicht nur während der Arbeitszeit ist sie unglaublich hilfreich für Blinde, sondern ebenso in der Freizeit. So kann man sich beispielsweise die Menükarte im Restaurant vorlesen lassen – auch hier kann ein Sehbehinderter ohne fremde Hilfe öffentliche Plätze besuchen und zu seinen Gunsten handeln. Ebenso kann man mittels der App Personen identifizieren. Dabei hält man die Kamera ganz einfach auf eine Person, worauf eine Sprachausgabe, wie ,,ein kleiner Junge mit einem grünen Kapuzenpullover‘‘ folgen könnte. Um durch Straßen navigieren zu können und sich die nächstgelegenen Supermärkte oder Ähnliches anzeigen zu lassen, steht die App ,,Blindsquare‘‘ zur Verfügung. Auch diese App funktioniert selbstverständlich mittels der Sprachausgabe.

Tipp: Für Alltagssituationen, wie Wäsche waschen oder die tägliche Auswahl der Garderobe, steht Sehbehinderten, aber auch anderen Nutzern die Farberkennungs-App zur Verfügung. Man nutzt das Smartphone und die Apps somit quasi den ganzen Tag, womit man auf alle Fälle eine Internetflatrate für Smartphones von einem Mobilfunkanbieter benötigt.

Fazit


Das 21. Jahrhundert lässt uns immer wieder ins Staunen geraten. Selbst Behinderte können dank ihres Smartphones viele Situationen in ihrem Alltag ohne die Hilfe von Fremden lösen. Wie Frau Schmidt sind viele Blinde auf ihr Smartphone und die speziellen Apps angewiesen. Trotzdem trauen sich viele Andere sich den Gebrauch von Smartphones aufgrund von Minderwertigkeitskomplexen oder Ähnlichem immer noch nicht zu. Aus diesem Grund möchte Bettina Schmidt Leute mit dem gleichen Schicksal wie sie in ihren Kursen zu motivieren.
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