Ausstellung: Die Weltmeere versinken im Müll

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Ökologe Mark Lenz hat die Ausstellung „Plastikmüll im Meer“ mit Kollegen zusammengestellt Foto: Hanke

Völkerkundemuseum zeigt Projektarbeiten von Stundenten

Rotherbaum Die 192 Küstenländer der Welt produzierten 2010 insgesamt 275 Millionen Tonnen Plastikmüll. Fünf bis 13 Millionen davon gelangten schätzungsweise ins Meer. Dieser Plastikmüll im Meerist bisher wenig erforscht. 2014 beschäftigten sich Studierende aus aller Welt im Rahmen des internationalen Forschungs- und Ausbildungsprogramms GAME mit der Müllhalde Meer. Sie untersuchten die Auswirkungen von Mikroplastik, Kunststoff-Teilchen im Mikrometer- oder Nanometerbereich, auf Meerestiere. Über die Forschungsergebnisse und ganz allgemein über „Plastikmüll im Meer“ informiert jetzt eine gleichnamige Ausstellung im Museum für Völkerkunde. 1000 Milliarden Plastiktüten werden derzeit weltweit produziert. Nur die Hälfte wird deponiert, verbrannt oder recycelt. Das Plastik im Meer wird von vielen Meerestieren aufgenommen. „Vor allem die Tiere am Meeresboden sind gefährdet“, erläutert der Ökologe Mark Lenz, wissenschaftlicher Koordinator des GAME-Projektes. 70 Prozent des Plastikmülls im Meer landet auf dem Meeresboden. Die Ausstellung in der Bootshalle im ersten Stock des Museums verdeutlicht das Problem „Plastikmüll im Meer“ anhand von Schautafeln, Mikroskopen, durch die man schauen kann, und einem Film über das Projekt GAME. (ch)

Plastikmüll im Meer: Bis zum 4. September, Museum für Völkerkunde Hamburg, Rothenbaumchaussee 64
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