„Ein zauberhafter Ort“ zum Musizieren

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Mitsingen ist erwünscht bei Genia Odesser, Alina Semenova, Theresa Schram, Lene Clara Strindberg und Anna Vishnevska (v.l.n.r.) Foto: Flüß

Am 17. Juli ist Premiere für das Mitsommernachts-Singen im Stadtpark. Jeder kann mitmachen

Von Miriam Flüß
Winterhude
Zart erklingt das russische Volkslied aus den Kehlen der drei Sopranistinnen und scheint aus dem Amphitheater hinaus und in den Stadtpark zu schweben. Spaziergänger bleiben gebannt stehen und lauschen.
Diese Verzauberung möchten Theresa Schram, Lene Clara Strindberg und Anna Vishnevska bei ihrem Publikum hervor rufen, wenn sie am 17., 24. und 31. Juli zum Mitsommernachts-Singen in das Amphitheater im Stadtpark laden. Zusammen mit der vierten Sängerin des Ensembles, Alina Semenova und Schauspieler Genia Odesser bringen sie für die Hamburger Sommerbühne ein Konzert zum Träumen, Zuhören und Mitsingen auf die verwunschene grüne Bühne im Stadtpark. „Bei dem Konzert im vergangenen Jahr waren das Interesse und die Freude am Mitsingen unglaublich groß, es gab so viel Begeisterung. Das mussten wir wieder machen“, schwärmt Theresa Schram, die sich zu „Somewhere over the Rainbow“ in ein luftig-gelbes Kostüm gekleidet hat: „Das soll zeigen, dass über dem Regenbogen immer die Sonne scheint.“ Schauspieler Genia Odesser, der durch das Programm mit internationalen Volksliedern, Klezmer, Klassikern wie „Summertime“ und Marlene Dietrichs „Kleine Sehnsucht“ führt, nimmt auch die Scheu vor dem Mitsingen: „Wir sorgen dafür, dass die Hemmungen fallen. Jeder kann Mitsingen, Summen oder Klatschen. Die Sprache muss man dafür nicht können.“ Das Ensemble kennt sich seit dem Gesangsstudium an der Alfred-Schnittke-Akademie und ist auch in weiteren musikalischen Projekten miteinander verbunden, wie dem A-capella Terzett „Livella Kadó“ oder einem Chanson-Trio. Auch beruflich bildet die Musik ihren Lebensmittelpunkt: Theresa Schram (31) leitet einen Chor und unterrichtet Gesang, Lene Clara Strindberg (33) hat norwegische Wurzeln und leitet unter verschiedenen Chören auch einen skandinavischen, die ukrainische Mezzosopranistin Anna Vishnevska (38) hat einen russischen Chor gegründet und singt zusammen mit der Russin Alina Semenova (27), musikalische Leiterin eines Jugendtheaters, russisch-jiddische Lieder. „Das hier ist ein zauberhafter Ort“, schwärmt Anna Vishnevska von dem Amphitheater. Und Theresa Schram ergänzt: „Es ist ein Ort, an dem man sich über die Musik als Menschen begegnen kann.“ Das Mitsommernachts-Singen feiert am Sonntag, 17. Juli, um 21 Uhr Premiere, weitere Vorstellungen am 24. und 31. Juli jeweils um 16 und 21 Uhr. Der Eintritt ist frei, über Spenden freut sich das Ensemble. Das Amphitheater befindet sich gegenüber der Heinrich Hertz Schule am Grasweg/Ecke Südring. Es wird empfohlen, in Plastik eingeschlagene Sitzkissen mitzubringen. Bei Regen fällt das Mitsommernachts-Singen aus.
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