„Entdecke die Diva in Dir!“

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Auch das beliebte Kick-Ass-Queereeoké gibt´s in dieser Spielzeit wieder auf KampnagelFoto: Kampnagel

Neue Kampnagelspielzeit: Von Karaoke bis zur Feministenshow

Winterhude. Avantgarde und politische Themen will Kampnagel für die Masse zugänglich machen. So sieht Intendantin Amelie Deuflhard das „Internationale Zentrum für schönere Künste“, so die Selbstbeschreibung, an der Jarrestraße, das auch für die Spielzeit 2013/14 ein reichhaltiges Programm zusammengestellt hat.
Wie im vergangenen Jahr startete Kampnagel mit dem Zukunftscamp, das gemeinsam mit der ZEIT-Stiftung veranstaltetet wurde. Vom 25. bis 28. September widmete sich das Camp in Workshops, Diskussionen, Visionen und einem Science Slam.
Parallel dazu lief in der k6 die erste Tanzperformance, „Crackz“. Der brasilianische Choreograf Bruno Beltrao und seine Grupo de Rua aus Rio de Janeiro beleuchteten darin das Kunstprodukt im digitalen Zeitalter als Ergebnis eines langen Prozesses aus Web-basiertem Recycling: download, remix, share. Seine Tänzer sammelten dazu choregrafisches Material schufen Web-archivierte Bewegungen zwischen Popkultur und Avantgarde.
Anfang Oktober, 3. bis 5. 10., erobern sechs nackte Frauen in Jean Lee Youngs „Untitled Feminist Show“ die Kampnagel-Bühne (k2). Die Perfomerinnen, die nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprechen, führen stereotype Geschlechterbilder, Rollenklischees und die Frage; „Wer darf eigentlich sexy sein?“ ad absurdum.
Im Dezember zeigen Schauspieler, Musiker, Performer und Tänzer aus den nordischen und baltischen Ländern beim Nordwind Festival ihre Künste und im Februar und März 2014 gastiert die Tanzplattform Deutschland auf Kampnagel, Fachmesse und Festival für die Tanzentwicklung in Deutschland zugleich.
Der April steht im Zeichen von Afrika. Als Abschluss eines zweijährigen Wissens- und Erfahrungsaustausches zeigt das Festival „This ain´t Africa“ zahlreiche afrikanische Uraufführungen und Gastspiele. Viele weitere Veranstaltungen und programmatische Reihen wie (K)Tunes - Musik auf Kampnagel, Kick-Ass-Queereeoké, die ganz besondere Karaoke-Show („Entdecke die Diva in dir!“), Der schwebende Divan - die Talkrevue zu ungelösten Fragen mit Illusionsspezialist Manel Muerte runden das vielseitige Programm ab.
So was wollen offensichtlich viele Menschen sehen. In der letzten Spielzeit kamen 170.000 Gäste, 5000 mehr als im Jahr davor. Kampnagel erhält 4 1/2 Millionen Subventionen von der Stadt und erwirtschaftet einen Eigenanteil von 36 Prozent an seinem Etat, weit mehr als die Staatstheater. (ch)
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