Hoheluftschiff wird saniert

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Bekam von Stephanie Grau einen Rettungsring: Jugendfreund „Theo“ Körner, der viele Verbindungen für die schwimmende Bühne geknüpft hatte Foto: Hanke
Hamburg: Kaiser-Friedrich-Ufer 27 |

Hamburg will 305.000 Euro freigeben. Neue Heizung, Dämmung und wetterfestes Foyer geplant

Von Christian Hanke
Harvestehude
Das Hoheluftschiff im Isebekkanal, Bühne des Theaters und der Theaterschule Zeppelin am Kaiser-Friedrich-Ufer, kann instand gesetzt werden. Nach einer Zusage der Bezirksversammlung Eimsbüttel über bezirkliche Sondermittel bis zu 100.000 Euro im Sommer werden die Bürgerschaftsfraktionen von SPD und Grünen jetzt Mittel des Sanierungsfonds 2020 in Höhe von 205.000 Euro beantragen. Die notwendige Sanierung der fast 60 Jahre alten früheren Getreideschute, die vor 14 Jahren zum Theaterschiff umgebaut wurde, ist damit so gut wie gesichert. Unerwartete Mehrkosten á la Elbphilharmonie sind eher nicht zu erwarten. Das HoheLuftschiff benötigt eine neue Heizung sowie eine Rundum-Dämmung des Fussbodens. Die Wasser- und Abwasserversorgung sowie die Bestandstreppen müssen saniert werden. Außerdem soll das offene Foyer auf dem Deck des Schiffes wetterfest überdacht und verglast werden. Um Behinderten den Besuch des Theaters zu erleichtern, sollen ein Treppenlift und ein WC für Behinderte eingebaut werden. „Im Winter müssen wir manchmal in Mänteln sitzen“, erzählt die Gründerin und Leiterin des Theaters Zeppelin, Stephanie Grau, bei der Ankündigung der Unterstützung durch die Bürgerschaft. Abgeordnete von Bürgerschaft und Bezirksversammlung Eimsbüttel untermauerten ihr Engagement für das HoheLuftschiff mit großem Lob für die langjährige Arbeit von Stephanie Grau im Bereich des Kinder- und Jugendtheaters. Für Isabella Vertés-Schütter, Intendantin des Ernst Deutsch Theaters und kulturpolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion, „ein unschätzbarer Beitrag für die freie Kinder- und Jugendtheaterszene in unsrere Stadt“. „Kulturelle Bildung kann man nicht hoch genug einschätzen. Die schwimmende Bühne ist eine wertvolle kulturelle Einrichtung, die neue Impulse für die Kinder- und Jugendkultur Hamburgs setzt“, sagte Stephanie von Berg, Bürgerschaftsabgeodnete der Grünen, deren kulturpolitischer Sprecher, René Gögge, sich darüber freut, dass das HoheLuftschiff es Kindern und Jugendlichen ermöglicht, „Theater auf einem sehr hohen Niveau zu spielen.“ „Für viele Kinder und Jugendliche ist das HoheLuftschiff die erste echte Bühne in ihrem Leben, auf der sie sich ausprobieren und einmal ,im Scheinwerrferlichts stehen durften“, betonte der SPD-Abgeordnete der Bezirksversammkung Eimsbüttel, Uwe Giffei.

Sanierung im Juni 2017

„Ganz doll geholfen“ und Kontakte geknüpft hatte vor allem ein langjähriger Freund von Stephanie Grau, der ehemalige Staatsekretär Hellmut „Theo“ Körner. Dafür erhielt er von der Theaterleiterin einen Rettungsring mit Aufschrift „Theo“.
Wenn der Antrag von SPD und Grünen zur Unterstützung des HoheLuftschiffs im Dezember in der Bürgerschaft beschlossen wird, beginnt die Sanierung im Juni 2017. Im Oktober soll sie abgeschlossen sein.
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