Josh Goldberg inszeniert Philosophie-Kammerspiele

Wann? 23.03.2017

Wo? Bäckerbreitergang 12, Bäckerbreitergang 12, 20355 Hamburg DE
Anzeige
Autor und Philosoph Josh Goldberg lebt gern in Winterhude Foto: ba
Hamburg: Bäckerbreitergang 12 |

Für den Drehbuch- und Theaterautoren aus Winterhude geht Theater auch
ganz „plausibel“

Hamburg Drehbuch- und Theaterautor Josh Goldberg hat eine eigene neue Fundamentalphilosophie entwickelt: den „Plausibilismus“. In dem vereinigen sich laut Goldberg, der – wenig überraschend – auch promovierter Philosoph ist, die „vermeintlichen Widersprüche zwischen Phänomenologie und Existenzialismus zu einer synergetischen Erkenntnistheorie“. Zudem habe er die Unendlichkeit als Denk-Dimension hinzufügt, die „Raum und Zeit übergeordnet ist“. Josh Goldberg war in den 1980iger-Jahren Art Director einer weltweit operierenden Werbeagentur. Er konzipierte Werbespots und Musikclips, bevor er als Drehbuchautor zunächst von London nach Los Angeles ging – bis es ihn schließlich vor über 20 Jahren wieder zurück nach Winterhude zog. Hier lebt er immer noch gerne.

„Rettungsflieger“-Autor

Goldberg hat über 100 Drehbücher in englischer und deutscher Sprache für diverse Kino- und TV-Formate verkauft. Das Deutsche Publikum kennt ihn vor allem als Autoren der ZDF-Erfolgsserie „Die Rettungsflieger“ (wird zurzeit auf ZDF neo wiederholt.). Heute stellt Josh Goldberg als Produzent und Regisseur überwiegend Fernseh-Dokus her. Und: er macht Theater. Ganz außergewöhnliches wie auch sicherlich für so manchen Rezipienten gewöhnungsbedürftiges, nämlich „plausibilistisches Theater“. Sein aktuelles Bühnenwerk „Kristina und Descartes“ ist ihm eine Herzensangelegenheit. Denn „eigentlich möchte ich schon seit Jahren einen Film über den Philosophen René Descartes machen“, verrät der Winterhuder. Soll heißen: „Je suis Descartes“, das Filmskript gib es schon.„Niemals zuvor wurde eigens eine völlig neue Erkenntnistheorie geschaffen, um Filmstoffe damit zukunftsweisend aufzuladen“, weist der Autor auf die Einzigartigkeit seines Ansinnens – eigentlich seines Lebenstraums, wie er gesteht, – hin. Im Prinzip würde er sogar schon „immer“ für diesen Stoff recherchieren. „Aber bisher gab es nur Ablehnungen“, erklärt der 59-Jährige. Deshalb sei er vorerst, weil einfacher, billiger und in Eigenregie realisierbar, auf das Theater ausgewichen. Das erscheint plausibel. (ba)

Fünf Kammerspiele geplant

Das Stück „Kristina und Descartes“ ist der erste Teil einer Pentalogie – eines „plausibilistischen“ Zyklus aus fünf erkenntnistheoretischen Kammerspielen. Im ersten geht es um das Denken als rationale Quelle menschlicher Erkenntnis. Das zweite – „Darwins Slipslop“ – ist schon in Arbeit. Drei weitere sollen folgen. Am 23. März, 19.30 Uhr, wird Stück Nummer eins in der „modern life school“, Bäckerbreitergang 12, gezeigt. Weitere Infos: modern life school oder Telefon 55 61 88 77
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige