Kammerspiel-Uraufführung „Diven“ glänzt

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Genießt noch ihren Star-Status: Joan (Helen Schneider) mit Robin Brosch (l.) und Christoph Tomanek Foto: Bo Lahola

Helen Schneider als Zicke überzeugt wie die Spielfreude des gesamten Ensembles

Rotherbaum Eine Garderobiere, die dem schillernden Theater-Star die Hauptrolle klaut, ein Theaterdirektor, der alles für ein volles Haus tut und ein Autor, dessen „Würde in einem Haufen Theaterscheiße“ steckt: There’s no business like Showbusiness ist in der Uraufführung „Diven“ an den Kammerspielen zu erleben. Hinter den Kulissen einer großen Bühne am Berliner Ku'Damm in den 1960iger Jahren sind die Zuschauer mittendrin im Kampf der amerikanischen Diva Joan Ford (Helen Schneider), die trotz ihres reifen Alters mit jungen Rollen allabendlich den Saal füllt und ihrer jungen Assistentin Diana (Teresa Weißbach), die von einem ausgeprägtem Bühnen-Hunger erfüllt ist und alles tut, um Joans Platz einzunehmen. Als Diven entpuppen sich aber auch Theaterautor Kurt (Tim Grobe) und Theaterkritiker Friedrich Licht (Christoph Tomanek), die nicht nur um die Gunst des aufgehenden Stars Diana buhlen, sondern ebenso wie die beiden Schauspielerinnen um Anerkennung und Machtpositionen rund um das Bühnenleben kämpfen. Kammerspiele-Intendant Axel Schneider hat den geschlechterübergreifenden Zickenkrieg nach einer Idee von Helen Schneider und Konstantin Moreth geschrieben, Regisseur Konstantin Moreth hat ihn als leichte Boulevard-Komödie auf die Bühne gebracht. Die große Spielfreude des Ensembles, allen voran Helen Schneider als alternder Bühnen-Star und Tim Grobe als Autor im Kampf um künstlerische Unabhängigkeit lassen die etwas an den Haaren herbei gezogene Handlung vergessen. (flü)

„Diven“ ist bis zum 27. November in den Hamburger Kammerspielen zu sehen, Informationen und Karten unter Telefon 41 33 440 oder online
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