Kosmos Buenos Aires

Mariano Tester vom Künstlerkollektiv „Run, don´t walk“ hat zusamengestellt, was ihm tag täglich auf den Straßen von Buenos Aires begegnet. Foto: Hanke

Ausstellung über Argentiniens Metropole im Völkerkundemuseum

Rotherbaum. Argentinien ´mal ohne Tango, Gauchos und Evita - das erwartet die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung „Kosmos Buenos Aires - Kunst und Leben einer Metropole“, die derzeit im Völkerkundemuseum zu sehen ist. Die Arbeiten ganz verschiedener Künstler der argentinischen 13-Millionen-Metropole werden ausgestellt, von gegenständlicher Malerei bis zu Collagen und Installationen. Nicht nur Argentinier zeigen ihre Werke, sondern auch Deutsche, die lange in Buenos Aires gelebt haben. Die Ausstellung soll den Austausch deutscher und argentinischer Künstler fördern. Viele der Kunstschaffenden sind anwesend und arbeiten in den nächsten zwei Wochen weiter an ihren Werken. Die Ausstellung ist also „work in progress“. Jüngere Künstler stehen im Mittelpunkt von „Kosmos Buenos Aires“. Das Kollektiv „Run Don´t Walk!“ zum Beispiel, das Schriftzüge, die man in den Straßen der argentinischen Hauptstadt sieht, auf einer großen Wand und an kleinen Säulen collagenhaft zusammengefasst hat. Die Fotografin Lena Szankay lichtete extra für die Ausstellung im Völkerkundemuseum die Gäste einer Hochzeit ab und das deutsche Kollektiv „We are visual“ hat eine halbfertige Autobahnbrücke im Maßstab 1:3 nachgebaut. „Wir wollen zeigen, wie absurd das ist“, erläutert Felix Jung, einer der beiden Künstler. Wer ganz genau hinguckt, kann an einem der Brückenpfeiler sogar noch etwas entdecken. Die Ausstellung „Kosmos Buenos Aires“ ist bis zum 26. August im Völkerkundemuseum, Rothenbaumchaussee 64, zu sehen. (ch)
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