Literatur in den Häusern der Stadt - die Musterungsszene aus Thomas Manns "Bekenntnissen des Hochstaplers Felix Krull" gelesen von Clemens von Ramin

Wann? 23.05.2013 20:00 Uhr

Wo? Marion und Heinrich Stöter, Elbchaussee 96, 22763 Hamburg DE
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Hamburg: Marion und Heinrich Stöter | DIE WELT WILL BETROGEN SEIN! Dass Thomas Manns unvollendet gebliebener Roman keine verstaubte Schullektüre ist, sondern von aktueller Relevanz, bewies sich erst wieder kürzlich im Deutschen Bundestag. Da verursachte der Grünen-Politiker Jürgen Trittin einen Tumult, als er, an die Adresse des damaligen Verteidigungsministers zu Guttenberg gerichtet, ausrief: „Die Bundeswehr darf nicht mehr von einem Felix Krull kommandier t werden!“ Dass seines Romans auf diese Weise gedacht wurde, hätte Thomas Mann gefallen, hat er die Ironie doch wie kein anderer Schriftsteller zur Kunstform erhoben. Clemens von Ramin liest die berühmteste Szene aus „Felix Krull“: Die Musterungsszene, in der Krull sein schauspielerisches Talent aufs Komischste zum Ausdruck bringt, um dem gefürchteten Militärdienst zu entgehen, beweist, dass die Kunst der Verstellung durchaus auch zum Erfolg führen kann.

RANDNOTIZ: Der Or t der Lesung, die futuristische Villa E96, ist mindestens so exzentrisch wie Thomas Manns Romanfigur – und längst eine Hamburger Touristenattraktion. Ihr Architekt und Bauherr Heinrich Stöter bezeichnet als „poetischen Hightech-Barock.“
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