Literatur in den Häusern der Stadt - "Ich bin nicht genügsam" Jeanette Hain liest Annemarie Schwarzenbach

Wann? 26.05.2013 16:30 Uhr

Wo? Ulrike Lorenzen, Ligusterweg 21C, 22609 Hamburg DE
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Hamburg: Ulrike Lorenzen | JEDEN TAG DAS EINZIGE UND LETZTE. So lebte Annemarie Schwarzenbach, die morphiumsüchtige androgyne Schönheit, der „untröstliche Engel“, die so viele Menschen ihrer Zeit faszinierte. Doch sie selbst fand nur selten ein länger währendes Glück, nicht in sich und nicht in ihrer großen Liebe ErikaMann, um die sie vergeblich warb. Als Tochter einer der reichsten Schweizer Industriellen zählte sie zu den schillernden Persönlichkeiten Berlins der dreißiger Jahre. Sie engagierte sich im politischen Widerstand und gerät in die Wirren des faschistischen Terrors. Ihr unstetes Leben führte sie rund um die Welt und an Orte, die noch heute als exotisch und fremdartig gelten: Kafiristan, Afgahanistans nordöstliche Provinz.

RANDNOTIZ: (Die Erzählerin steht vor dem Spiegel): "Dann tritt mir mein Bild entgegen, das Bild eines jungen Menschen, ich stütze die Hände gegen das Glas und betrachte es, mir ist, als gewänne ich dieses blasse und von heimlichem Fieber bebende Gesicht lieb, als hätte ich vordem nicht so gut gekannt, ich ging an seiner Traurigkeit vorüber, kein Lächeln schenkte ich diesen von Frage und schwermütigem Ernst erfüllten Augen, keine Nachsicht hatte ich für diese Hände, die hell und mager sind und deren Schlankheit mir heute zum ersten Mal schön erscheint".
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