Mord vor der Haustür

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Monika Buttler aus Harvestehude schreibt seit 2001 Kriminalromane, die meistens in den Stadtteilen ihrer Umgebung spielen Foto: Hanke

Autorin Monika Buttler hat einen neuen Krimi geschrieben – mit Lokalkolorit

Von Christian Hanke
Harvestehude
Sie hat es wieder getan. Einen Kriminalroman geschrieben. „Der Tod kam in Blau“ heißt er und spielt in Eppendorf, Harvestehude und Winterhude. Stadtteile, die die Autorin Monika Buttler (76) bestens kennt. In Harvestehude wohnt sie seit Anfang der 1980er Jahre, bezeichnet sich daher mit Fug und Recht als „eingefleischte Harvestehuderin“. Sie liebt diesen und die Nachbarstadtteile, weil sie „urban mit Grün“ und „unerschöpflich“ viel Stoff für Monika Buttlers Werke bieten. Das sind vor allem Krimis von unterschiedlicher Länge, Kurzkrimis, ein kurzer Roman und nun bereits fünf Kriminalromane. Der neueste ist in dem Milieu angesiedelt, in dem sich Monika Buttler am besten auskennt, in einem Zeitschriftenverlag. Die Krimiautorin war 28 Jahre lang als Wohnredakteurin tätig. „Das war auf mich zugeschnitten“, fand sie, als sich Monika Buttler nach Studium in Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie für den Journalismus entschied. Das Schreiben war schon immer ihre Passion. „Mit Schulaufsätzen war ich immer schneller fertig als andere“, erzählt die Autorin. Schon beim Abitur tippten die Mitschülerinnen und Lehrkräfte bei der Frage „Was will wer werden?“ bei Monika Butler auf Journalistin.

Eigene Erfahrungen


Aber erst das Ende ihres Berufslebens ließ sie 2001 hauptbeschäftigte Autorin werden. Sachbücher waren vorausgegegangen, über den „Alptraum Asthma“, an dem Monika Buttler selbst gelitten hat, oder ein Kochbuch über Kaukasus-Kost, inspiriert durch die Heimat ihres Mannes, eines Teppichhändlers aus Aserbeidschan. „Bei Lesung Mord“ hieß ihr erster etwas längerer Roman, 2003 erschienen in der Reihe „Schwarze Hefte“ des Hamburger Abendblatts, angesiedelt in Harvestehude. Verschiedene zeitaktuelle Themen hat Monika Buttler dann in ihren langen Roman aufgegriffen: Organspenden („Herzraub“), Generationenkonflikte („Abendfrieden“), Vergangenheitsbewältigung („Dunkelzeit“), Kulturkonflikte mit dem Islam („Mord unter dem Halbmond“) und jetzt die Zeitungskrise der letzten Jahre. In „Der Tod kam in Blau“ wird eine Chefredakteurin ermordet, die sechs Redakteure entlassen muss. Die haben somit alle ein Motiv. Pikant: eine Redakteurin auf der Streichliste und der ermittelnde Kommissar verlieben sich ineinander. Es wird heftig intrigiert. „Es ist ein Überlebenskampf. Das steckt hinter diesem Krimi“, erläutert Monika Buttler. Straßen, Orte, Restaurants aus Harvestehude, Eppendorf und Winterhude werden zum Teil unter den richtigen Namen genannt. Der Verlag nicht, aber er sitzt in Winterhude....
Die Autorin, deren Kurzkrimis in vielen Anthologien zu finden sind, beschäftigt sich literarisch auch mit ihrem Leben. Eine Autobiographie hat sie unter dem Titel „Das Hitler-Ei“ geschrieben, sie wurde 1939 in Berlin geboren, ist also ein „Hitler-Kind“.

Autobiographie


Auch ihr nächstes Buch wird kein Krimi sein. Es handelt von ihrem Leben mit einem Mann aus dem Orient. Noch hat sich kein Verlag gefunden. „Interessenten können sich gern bei mir melden“, so Monika Buttler. Wer die Autorin und ihren aktuellen Krimi kennenlernen möchte, sollte am Donnerstag, 26. November, um 19 Uhr das Forsthaus im Stadtpark, Otto-Wels-Straße 3 (früher Hindenburgstraße), besuchen. Dann liest Monika Buttler aus „Der Tod in Blau“. Der Eintritt ist frei. Das Buch kostet übrigens 12,50 Euro.
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