Old School Festival

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Shakespeares „König Lear“ als Demenzkranker auf Kampnagel Foto: Sabrina Hubert

Theater hinterfragt das Leben im Alter

Winterhude Die Rente im „Casino für den Lebensabend verschwenden“, im Strick-In bei Kaffee und Keksen neonfarbene Accessoires produzieren oder Shakespeares „König Lear“ als Demenzkranken auf der Bühne sehen – Besucher des Old School Festivals auf Kampnagel können sich vom 26. bis 29. März künstlerisch, persönlich und theoretisch mit der Frage nach einem guten Leben im Alter auseinandersetzen.
Dabei sollen stereotype Altersbilder hinterfragt und junge und alte Akteure zusammengebracht werden. Die Künstlergruppe Ligna macht in der Audioperformance „Der Wert (m)eines Lebens“ nicht nur die Darsteller, sondern auch die Zuschauer zu Akteuren und erforscht mit ihnen den Ursprung der Wertvorstellungen und Regeln, nach denen ein jeder lebt.

Darüber, was bleibt


Im „Casino für den Lebensabend“ der Uschi Geller Experience kann die Rente bei gezinkten Spielkarten und feinsten Likörchen auf den Kopf gehauen werden und in „König Lear – Das verlorene Selbst“ untersucht der Hamburger Regiestudent Ron Zimmering gemeinsam mit sechs Laiendarstellern schonungslos und berührend die Demenz als gelebtes Chaos und fragt, was übrig bleibt wenn Erinnerungen schwinden und ob Vergessen sogar eine Chance sein kann. Im Tanz-Workshop der Berliner Tänzerin und Choreografin Jan Unmüßig können Senioren den eigenen Körper nicht nur für Tanz sensibilisieren.In der „Alten Schule“ treffen Kindergarten- und Schulkinder von heute auf die aus den 1950er Jahren. Der Eintritt zu zahlreichen Veranstaltungen ist frei. (flü)

Das vollständige Programm ist einsehbar auf www.kampnagel.de, Tickets können online bestellt werden oder an der Tageskasse unter 270 949 49
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