Schau der Götter

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Halb Mann, halb Frau, damit das Männliche nicht ohne das Weibliche verehrt wird: der Gott Shiva Foto: Paul Schimweg

Neue Ausstellung zum Indienthema im Völkerkundemuseum

Rotherbaum. Wie viele Götter in Indien verehrt werden, weiß niemand so genau. 330.000? oder gar 330 Millionen? Auf jeden Inder kommen zwei Gottheiten, lautet ein bekannter Spruch. Eine Annäherung an die riesige Schar von Überirdischen aus dem Subkontinent in Südasien wagt derzeit das Völkerkundemuseum mit seiner Ausstellung „Der Götterhimmel Indiens“, die bis zum 3. November zu sehen ist.
Dabei konzentriert sich die Ausstellung auf weit verbreitete Gottheiten, die nur unterschiedlich interpretiert werden. „Wir haben ganz unindisch versucht, etwas Ordnung in die Götterwelt zu bringen“, erläuterte Professor Dr. Wulf Köpcke, der Direktor des Völkerkundemuseums, bei der Presse-Präsentation der Ausstellung. So werden drei wichtige hinduistische Gottheiten sowie der Buddhismus und Jainismus, eine hinduistische Reformbewegung, und zusammenfassend andere Götter in Skulpturen dargestellt und auf vielen Schautafeln beschrieben. Jeder Bereich wird in zu ihm passender Farbe präsentiert. Da Vishnu, der Erhalter des Universums, und seine Inkarnationen, die Avatare, mit blauer Haut dargestellt werden, ist sein Bereich in Dunkelblau gehalten. Alles rund um Shiva, den Zerstörer, zuständig fürs Feuer, leuchtet in Rot. Ein rötliches Rose ist der Göttin Devi vorbehalten, der Trägerin der weiblichen Energie. Gelb steht für Buddhismus und Jainismus. Andere Götter findet man unter Himmelblau.
Alle Ausstellungsstücke entstammen der Sammlung F. K. Heller, die sich seit den 1970er Jahren im Völkerkundemuseum befindet. (ch)
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