Sommerfestival auf Kampnagel

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Ein tänzerischer Schneeballeffekt erwartet das Publikum bei „Tenir le Temps“ Foto: Patrick Imber

Im August tummeln sich Künstler aus aller Welt und aller Couleur in der Winterhuder Kunstfabrik

Von Miriam Flüß
Winterhude
Kampnagel öffnet die Grenzen: Vom 10. bis 28. August werden auf dem internationalen Sommerfestival Künstler aus aller Welt zusammengebracht. Dazu gehören auch Stars aus der digitalen und realen Welt frei nach dem Motto „Menschen, Daten, Sensationen“, unter dem Festivalleiter András Siebold Künstler verschiedenster Sparten miteinander vernetzt, um sich an der gesellschaftlichen Gegenwart abzuarbeiten und Visionen für die Zukunft zu entwerfen. Fünf Stücke hat das Festival dieses Jahr produziert, die als Weltpremieren in Hamburg zu sehen sein werden.

Zwischen Hypnose und Whistleblowing


Eröffnet wird das Sommerfestival am 10. August mit der Uraufführung „Auguri“ des französischen Choreografen Olivier Dubois, der 2013 auf Kampnagel mit seiner hypnotischen und fast nackten Marsch-Choreografie „Tragédie“ Furore machte. Die zweite Festival-Uraufführung hält auf den ersten Blick mit einem traditionellen Entertainment-Format fest: In „The greatest Show on Earth“ wird zwei Wochen lang jeden Abend ein Zirkuszelt mit Performances von verschiedenen Künstlern bespielt. Auch ein Musical findet sich in dem bunten Programm aus Theater, Tanz, Musik, Film, bildender Kunst und Theorie. Von Mainstream á la Andrew Llod Webber ist das aber weit entfernt: Der Hamburger Musiker und Komponist Thies Mynther und der israelische Regisseur Jason Danino Holt widmen der Pornografie und ihrer digitalen Reproduzierbarkeit eine musikalische Revue. Zuschauer, denen das Zuschauen nicht reicht, können beim Kollektiv Machina eX zu potenziellen Whistleblowern werden oder beim Peng! Collective versuchen, echte Geheimdienstmitarbeiter telefonisch zum Ausstieg zu bewegen. Zu den musikalischen Highlights gehören der erste deutsche Live-Auftritt der blauhaarigen japanischen Sängerin Hatsune Miku, das traditionelle Orchester-Karaoke und das Abschlussfest mit der Fake-Techno-Band „Fraktus“. „Ich freue mich darauf Arbeiten zu präsentieren, die zeigen, wie hellhörig künstlerische Zukunftsentwürfe außerhalb unseres kleinen deutschen Dorfes für die Sounds der Gegenwart sind“, so Festivalleiter András Siebold. Wer für 500 Euro einen Festival-Supporter-Pass erwirbt, kann neben dem Besuch aller Vorstellungen rund um die Uhr bei Siebold anrufen. Fürs normale Budget wird die Sommerfestival-Karte ab sofort für 35 Euro angeboten, mit der es 50 Prozent Ermäßigung auf alle Veranstaltungen gibt.

Das Programm ist online unter www.kampnagel.de einsehbar, Tickets sind ebenfalls online erhältlich sowie unter Telefon 270 949 49 und an der Tages- und Abendkasse
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