15 Jahre danach - ein WTC- Memorial in Eppendorf

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Strandgut
Hamburg: Galeríeka Eppendorf |

Wie der Phoenix aus der Asche entsteht Neues nach Katastrophen. Menschgemacht oder naturgegeben. Die Zerstörung des WTC gehört zu dem erstgenannten. Erdbeben und Fluten eher zu dem, was die Erde als lebendiger Organismus vermag.

Die in der GALERÍEKA beginnende neue Ausstellung führt uns durch Zeiten und Geschehnisse, durch Momente der Freude und der Angst.

Wir sehen eindrucksvolle, einmalige Fotos eines einst stolzen Bauwerks, papierene Zeitzeugen, eingefangen 1975 vom Fotografen Hans Rudolf Uthoff. Wir können sie nicht ansehen, ohne gleichzeitig Bilder des 11. September 2001 entstehen zu lassen.

Die sich anschließende Stille in den Küsten- und Landschaftsbildern von Sophie Wichmann lässt uns aufatmen, zur Ruhe kommen, Mut schöpfen, Kraft entwickeln für das Wissen: Zerstörtes lässt sich wieder aufbauen.

Die Handlungen der Menschen sind geprägt von Liebe, und Leidenschaft – beides kann verheerende Folgen haben.

Die BlindArt visual-Collagen (Brailleschrift und Objektrahmen)von Margret Silvester machen „begreifbar“, dass Zerstörung nichts Neues ist – der Turmbau zu Babel wiederholt sich. Wieder und wieder. Und das Rabenlied trägt diese Geschichten über Meer und Land.


Facettenreich zeigen die Mosaik-Werke von „Domo e.V.“ das Bild unserer Erde. Die Vielfalt des Terrarismus erzählt Geschichten vom Mikrokosmos zum Vulkanausbruch, vom wilden Wasser zum taumelnden Schmetterling. Die Ausbeutung der Erde ist ebenso Thema wie das Zusammenwirken von Ying und Yang. Der Platz der Erde im Universum rückt die Größenverhältnisse zurecht und erinnert uns an unsere Einmaligkeit inmitten unseres Bewusstseins, so klein zu sein.
In unseren Gesichtern spiegelt sich der verkopfte Ausdruck, das alltägliche Chaos, das in den Werken von Karin Ritschel zu Stein geworden ist, Spuren hinterlässt. Grenzenlos. Für Jetzt und Später. Dass verklärte Erinnerung gegenüber der Wachsamkeit unterliegt. Die weitergegeben wird, auch wenn wir selbst längst Vergangenheit geworden sind.
Schließlich ist die Erwartung, die in Ulla Dohmens Werken zum Ausdruck kommt, das, was uns Hoffnung gibt. Hoffnung, die uns nicht verzagen lässt, sondern die uns einen Anfang im Ende möglich macht. Eine Erwartung, die genährt wird von unserem Tun, von unserer Verantwortung, von unserer Liebe zu dieser lebendigen Erde.
Zu einer Geschichte zusammengefunden in dieser Ausstellung.
Eine Geschichte voller Trost und Liebe inmitten des alltäglichen Chaos.

Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Oktober 2016 zu sehen.
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