16 Wochen Staugefahr

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Am Knoten Bebelallee / Deelböge / Braamkamp wird bereits gebaut. Ab 3. August folgt die Sanierung der Bebelallee von hier bis zur Hudtwalckerstraße Foto: Hanke

Bebelallee ab 3. August gesperrt. Stadt setzt auf „individuelle“ Umleitungen

Hamburg. Bald wird es ernst in der Bebelallee: Ab
3. August wird der Abschnitt Hudtwalckerstraße - Deelböge saniert und umgebaut (das Wochenblatt berichtete). 16 Wochen lang wird das Teilstück zwischen Hudtwalckerstraße und Meenkwiese voll gesperrt sein. Zwischen Meenkwiese und Deelböge wird eine Einbahnstraße Richtung Norden eingerichtet. Für die Anlieger des voll gesperrten Abschnitts entsteht eine Behelfsfahrbahn, damit sie ihre Häuser erreichen können.

Nur Hinweis auf „Großbaustelle“

Als Ausweichstrecken werden die Route Alsterkrugchaussee - Tarpenbekstraße, die Alsterdorfer Straße, die Hindenburgstraße und die Fuhlsbüttler Straße empfohlen. Auf eine einzige ausgeschilderte Umleitung verzichtet der Landesbetrieb Straßen, Brücken, Gewässer, da sich die genannten Straßen alle als Umleitungen anbieten, je nachdem, wo die Autofahrer aus Richtung Norden hinwollen. Mit Vorwegweisern wird in einem Radius etwa in der Entfernung Fuhlsbüttel auf die Großbaustelle hingewiesen. „Da kann sich dann jeder seinen individuellen Weg suchen“, empfahlen die Vertreter des LSBG in der jüngsten Sitzung des Regionalauschusses Eppendorf/Winterhude, in dem die Baustellenkoordination vorgestellt wurde. LED-Lichttafeln mit täglich neuen Angaben über die Zeit bis zum Baustellenbeginn („In zwei Tagen geht´s los“) werden die Vorweigweiser verstärken. Die Baustellenplaner erhoffen sich von diesem Vorgehen eine Verteilung des Verkehrs aus Norden auf verschiedene Ausweichrouten und dadurch eine Vermeidung von Verkehrschaos, wie es sich rund um die Baustelle Ohlsdorfer Straße entwickelte. Die Bebelallee biete für dieses Vorgehen bessere Voraussetzungen als die Ohlsdorfer Straße, denn sie lasse sich auf vielen Hauptverkehrsstraßen umfahren. Die Gefahr des „Missbrauchs“ kleiner Nebenstraßen sei daher deutlich geringer, so die Planer optimistisch.
Staus werden in den 16 Wochen der Sperrungen dennoch kaum zu vermeiden sein. Wer weiß schließlich schon, welche Umleitungen die Autofahrer wählen? Die schmale Alsterdorfer Straße zum Beispiel wird bei starker Beanspruchung schnell verstopft sein. Immerhin: die Teilsperrung der Ohlsdorfer Straße soll bis 13. Juli beendet sein. Die Vollsperrung des südlichsten Abschnitts der Bebelallee halten die Planer aber für notwendig, denn sie verkürze die Bauzeit erheblich, weil die Bauarbeiten ohne Rücksicht auf frei gehaltene Teile der Straßen durchgeführt werden können. „Wenn wir Fahrbahnen für den Autoverkehr freihalten, würden die Arbeiten über die Winterpause hinaus ins nächste Jahr dauern“, erläuterten die LSBG-Vertreter. Das würde die Sanierung auch erheblich verteuern.
Ein Parkplatzkonzept ist für die Zeit der Baustelle ebenfalls nicht vorgesehen, was anwesende Anwohner im Regionalausschuss erzürnte, die Anwohnerparken forderten, weil in der Bebelallee und Nebenstraßen viele Fremdparker ihre Autos abstellen würden.
An der Kreuzung Bebelallee / Deelböge / Braamkamp wird bereits seit Mitte Juni gebaut, ohne dass Verkehrsverbindungen ganz unterbunden werden müssen. Nur auf einige Abbiegeverbindungen muss zeitweise verzichtet werden.(ch)
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