25 Jahre für Alsterdorfer aktiv

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Gründerin Gisela Busold (71, li.) und Hilde Lüders (77), die amtierende Vorsitzende des ABV Foto: wb

Ein junger Bürgerverein, der gut im Stadtteil angenommen wird

Alsterdorf „Die ersten zehn Jahre waren unglaublich emotional. Die Alsterdorfer waren froh, eine Heimat gefunden zu haben und der Zusammenhalt war groß“, erinnert sich Gisela Busold über die Gründungsjahre des Alsterdorfer Bürgervereins (ABV). In diesem Jahr feiert der Verein sein 25. Jubiläum. Im Kreise der Hamburger Bürgervereine steckt er mit diesem Alter noch in den Kinderschuhen, der benachbarte Winterhuder Bürgerverein wurde 1872, der Eppendorfer Bürgerverein 1875 gegründet. Karl-Bernhard Wirth, damaliger Vorsitzender des Eppendorfer Bürgervereins, gab der Mitbegründerin und ersten Vorsitzenden Gisela Busold Schützenhilfe: „Seit 1979 bin ich in der CDU und war mit dem damaligen Ortsverband nicht zufrieden, da viele Mitglieder nicht hier wohnten. Ich wollte nicht von Leuten regiert werden, die nicht hier wohnen“, erinnert sie sich. Auf den Spaziergängen mit ihrem Hund traf sie regelmäßig Karl-Bernhard Wirth: „Er sagte, dass Alsterdorf noch ein weißer Fleck sei und bekniete mich zwei Jahre, einen Bürgerverein zu gründen.“ Mit Erfolg. Zusammen mit vier Alsterdorfern gründete Busold den Verein mit dem Ziel, „einen vorpolitischen Raum“ zu besetzen.

„Die Leute haben uns die Bude eingerannt! Da war ein ganz großes Bedürfnis bei den Alsterdorfern.“ Gisela Busold

„Die Leute haben uns die Bude eingerannt! Da war ein ganz großes Bedürfnis bei den Alsterdorfern vorhanden.“ Das Amt der Vorsitzenden übernahm Busold jedoch erst ein halbes Jahr nach der Gründung: „Als CDU-Tante wollte ich nicht Vorsitzende werden“, sagt die 71-Jährige resolut. Ihre politische Tätigkeit hat sie erst nach Abgabe des Vorsitzes 2002 wieder aufgenommen und findet es mit Blick auf die benachbarten Bürgervereine auch „heute nicht in Ordnung, mit einem politischen Amt den Vorsitz zu übernehmen. Das hätten unsere Mitglieder nicht akzeptiert.“ Der junge Bürgerverein organisierte Straßenfeste, Reisen, rief den Wochenmarkt am Heubergredder ins Leben, pflanzte zwei Gingko-Bäume für das Heilwig-Gymnasium, organisierte Treffen mit den Alsterdorfer Geschäftsleuten und verhinderte die Umbenennung der Alsterdorfer Straße in Willy-Brandt-Allee.
Am 29. August ist ein feierlicher Jubiläums-Empfang geplant, dem Gisela Busold als Ehrenvorsitzende natürlich beiwohnen wird. Organisiert werden die Feierlichkeiten von Hilde Lüders (77), die seit 2012 dem Verein vorsteht. Knapp unter 200 Mitglieder hat der ABV nun und ein Nachwuchsproblem: „Wir brauchen jüngere Mitglieder ab 55 Jahren und am besten Menschen mit Kindern im Vorstand“, sagt Hilde Lüders. Viele würden Ehrenämter aber lieber projektbezogen übernehmen oder seien mit Reisen und anderen Interessen beschäftigt. Wie zu Gründungszeiten bringt sich der ABV ins kulturelle und gesellschaftliche Alsterdorfer Leben ein, immer darauf bedacht, sich von keiner Partei oder Institution vereinnahmen zu lassen, wie Busold und Lüders betonen. Der Erhalt der Gartenstadt und des Schwimmbades der Evangelischen Stiftung Alsterdorf stehen derzeit ganz oben auf der Agenda des ABV. (flü)

Weitere Informationen zum Verein auf www.alsterdofer-bv.de
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