340 neue Wohnungen am Alsterberg: Lob für Entwurf

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Visualisierung des Neubaus am Alsterberg: So sieht es voraussichtlich ab 2017 aus Quelle: GWG/wb

Jury: „Sozial gemischtes Quartier im Grünen“. Parkplatzmangel stößt auf Kritik

Alsterdorf Seit Frühjahr 2015 laufen die Bauarbeiten auf dem ehemaligen Kasernengelände zwischen Sengelmannstraße und dem Suhrenkamp. Die Gesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau Baden-Württemberg (GWG) und die Metropol Grund errichten hier ein 50 Millionen teures Quartier mit rund 340 neuen Miet- und Eigentumswohnungen. Für eine soziale Mischung sorgen der Mix von 50 Prozent geförderten Wohnungen im ersten und zweiten Förderweg, 35 Prozent frei finanzierten Wohnungen und 15 Prozent Eigentumswohnungen. Zudem wird eine Kindertagesstätte sowie eine Hausgemeinschaft für Menschen mit Behinderungen realisiert. Großes Lob erntete schon der Entwurf der Architektengruppe Eckert, Manthos, Tagwerker (EMT Stuttgart): Die Wettbewerbssieger sehen eine durchgängige Verwendung von Klinkern vor. Ihr Entwurf liefere einen herausragenden Beitrag für ein sozial gemischtes Quartier im Grünen. Das Gebäude-Ensemble passe sich optimal dem Geländehöhenverlauf an, so hieß es aus der Jury des Bezirksamtes Hamburg-Nord. Familien und Singles bekämen hier Chancen auf Wohnungen ebenso wie Studierende, Auszubildende und behinderte Menschen. Auch für Senioren, die noch nicht auf eine Pflege angewiesen sind, sei die Wohnlage attraktiv: sie könnten bei Bedarf die Serviceangebote der nahen Einrichtung „Pflegen & Wohnen“ nutzen. Rund 40 Prozent der Wohnungen werden barrierefrei gebaut. Auch ein kleiner Laden zur Nahversorgung ist vorgesehen. Wärme und Strom liefert eine hauseigene Energieversorgung mit geringen CO2-Emissionen. Zwei Höfe integrieren den wertvollen alten Baumbestand.

CDU kritisiert Wegfall von Parkplätzen


Allerdings verschärfe sich hier der Parkplatzmangel, während die rot-grüne Mehrheit im Regionalausschuss Fuhlsbüttel-Langenhorn-Alsterdorf die geplante Neuordnung der Parkstände im Suhrenkamp zwischen Höhenstieg und Alsterberg kritiklos zur Kenntnis nehme. Das bemängelt der CDU-Bezirksabgeordnete Nizar Müller nach der kürzlichen Sitzung des Regionalausschusses. Im Zuge der Baumaßnahmen sollen zusätzliche öffentliche Parkplätze im Suhrenkamp zwischen Höhenstieg und Alsterberg geschaffen werden, wie Vertreter eines mit der Planung beauftragten Ingenieursbüros vorgestellt hatten. Doch die Nachfrage von Nizar Müller ergab, dass nicht nur 37 „zusätzliche Parkstände“ entstünden, sondern auch 15 bestehende Parkplätze wegfallen würden. „Statt der angekündigten 37 werden letztlich also nur 22 zusätzliche Parkstände entstehen - bei steigendem Parkplatzdruck“, rechnet Müller vor und fordert dazu „eine transparente Informationspolitik.“ Auch Kai Debus, der Stadtteilbeauftragte und Ortsvorsitzende der CDU-Alsterdorf, hat dafür wenig Verständnis. „Wer neuen Wohnraum schafft, muss auch für eine angemessene Anzahl an Parkplätzen sorgen.“ (wh)
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