Ab April wird gebaut

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Vollsperrung am Mühlenkamp wegen Busbeschleu-nigung im Herbst 2014 Foto: wb

Bauarbeiten und Sperrungen bis Ende Mai

Winterhude Am 7. April beginnt die zweite Bauphase für die Umsetzung der Busbeschleunigungsmaßnahmen am Mühlenkamp. Ende Mai sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Bis dahin wird der Mühlenkamp einseitig und zeitweise auch vollständig gesperrt. Anfang März lud der Landesbetrieb für Straßen und Verkehr (LSBG) und die Hamburger Hochbahn Anlieger zur Information ein.
Den Weg ins Goldbekhaus fanden von 300 Eingeladenen nur 20 Anwohner und Gewerbetreibende. Der Termin sei für Geschäftsleute unpassend, kritisierten Anwesende. Am Dienstag nach Ostern werden die Baumaßnahmen beginnen: „Der Termin wurde bewusst nach Ostern gelegt, um das Ostergeschäft zu berücksichtigen“, so Roland Hansen vom LSBG. Geplant sind die Herausnahme der Linksabbiegespur aus dem Mühlenkamp in die Gertigstraße, der Einbau einer langgezogenen, überfahrbaren Mittelinsel, die Markierung von Radschutzstreifen sowie die Verlängerung der Haltestelle Gertigstraße stadtauswärts. Die Einmündung in die Gertigstraße wird voll gesperrt, zwischen Poelchaukamp und Gertigstraße sowie Körner- und Gertigstraße wird der Mühlenkamp stadteinwärts zur Einbahnstraße. Busse der Linien M6 und M25, die stadtauswärts unterwegs sind, werden dann über den Hans-Henny-Jahnn-Weg geleitet und können die Haltestelle Gertigstraße nicht anfahren.
An den Wochenenden vom 15. bis 17. Mai und vom 22. bis 24. Mai wird der Abschnitt zwischen Mühlenkamp und Einmündung Gertigstraße jeweils ab Freitag komplett gesperrt. Anwesende Gastronomen und Gewerbetreibende brachten insbesondere ihre Bedenken hinsichtlich Lieferverkehr, Fettabscheider und Müllentsorgung, aber auch Krankenfahrzeugen vor der gynäkologischen Klinik am Mühlenkamp / Ecke Preystraße zum Ausdruck. Roland Hansen sicherte einen engen Kontakt zur Bauleitung für kurzfristige Absprachen sowie die Kontaktdaten der Ansprechpartner zu. Die Teilnehmer baten nachdrücklich um eine deutlich frühere Information der Anlieger über die Baumaßnahmen – in der ersten Bauphase sei dies zu spät geschehen. Hansen sagte dies bis spätestens zwei Wochen vor Baubeginn zu. Informationszettel für ihre Kunden forderten die Geschäftsleute deutlich früher ein. „Am besten sofort“, so Weinhändler Wolfgang Kaufholz. Auch eine bessere Beschilderung zur Erreichbarkeit der Geschäfte während der Bauphase als im vergangenen Herbst wurde gefordert. Hansen versprach Besserung. „Ich kann nur hoffen, dass unsere Anregungen geprüft und in die Tat umgesetzt werden“, resümiert Ralph Larouette, der das Bistro „3 Tageszeiten“ am Mühlenkamp betreibt. Da er strenge Auflagen der Umweltbehörde erfüllen muss, könnte vor seinem Restaurant regelmäßig ein großes Entsorgungsfahrzeug, ein sogenannter Fettabscheider für rund 75 Minuten für Staus sorgen.

Quo vadis Volksinitiative?


Was die Volksinitiative gegen die Busoptimierung angeht, so ist hier noch nicht aller Tage Abend. Am vergangenen Mittwoch gab es nochmal ein Treffen mit Andreas Dressel (SPD) Und Till Steffen (Grüne) im Rathaus. Ohne Ergebnis, so Sprecher Bernd Kroll. Denn er fordert nach wie vor den Verzicht auf die Mittelinsel auf dem Mühlenkamp. Am Dienstag war nochmals ein Treffen mit Dressel und Steffen geplant. Sollte es hier zu keiner Einigung kommen, sieht Kroll als Alternative nur das Volksbegehren. Die Abstimmung der Bürgerschaft über das Petitum am 25. März würde man aber noch abwarten wollen. (flü/ba)
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