Aldi bleibt vorerst

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Klein, aber beliebt unter Anwohnern: die Aldi-Filiale an der Borsteler Chausse Archivfoto: Haas

Filiale an Borsteler Chaussee drei Monate länger geöffnet

Groß Borstel Noch am vorigen Mittwoch berichtete das Wochenblatt über die bevorstehende Schließung der Aldi-Filiale an der Borsteler Chaussee 86 Ende März. Nur zwei Tage später dann die Nachricht: Aldi verschiebt die geplante Schließung – für drei Monate. Zuvor plante der Discounter den Standort Ende des Monats dicht zu machen. Mitarbeiter sollten auf andere Hamburger Filialen verteilt werden. Barbara Nitruch von der Groß Borsteler Stadtteilkonferenz wurde von dieser Nachricht ebenso wie die Kunden vollkommen überrascht: Sie hatte den Wochenblatt-Artikel gelesen und sich sofort alarmiert an das Bezirksamt gewandt. „Profit kann nicht immer die Hauptrolle spielen. Hier geht es um die Grundversorgung der Bevölkerung“, argumentiert die ehemalige Sozialarbeiterin. Barbara Nitruch weist auf die Behindertenwohnalage Klotzenmoor und das benachbarte Seniorenwohnheim hin: Ein Großteil der Bewohner könne zu Fuß zur Borsteler Chaussee 86 gehen und sich „in unserem Tanta-Emma-Aldi“ versorgen. Bezirksamtsleiter Harald Rößler reagierte schnell und nahm Kontakt zum Management von Aldi-Nord auf. „Die Nahversorgung des Stadtteils mit seinen derzeit rund 8.000 Einwohnern liegt uns sehr am Herzen. Gerade entstehen am Tarpenbekufer 750 neue Wohnungen und lassen Groß Borstel kräftig wachsen“, so Rösler. Die Borsteler Chaussee als die Lebensader des Quartiers dürfe nicht noch weiter geschwächt werden, erklärt Bezirkschef Harald Rösler. „Deswegen lohnt es sich auf jeden Fall, den Rückzug des Discounters zu überdenken.“ In den kommenden drei Monaten soll zusammen mit dem Aldi-Management geprüft werden, ob es eine Alternative zur geplanten Aufgabe des Standortes gibt.
Hintergrund der geplanten Schließung der 30 Jahre alten Filiale war die „zu geringe Verkaufsfläche und das Fehlen entsprechender Entwicklungsmöglichkeiten“. Ob die Verkaufsstelle über den 30. Juni hinaus geöffnet bleibt, kann Aldi-Verkaufsleiter Tobias Heinbockel noch nicht sagen. „Gerne wollen wir weiterhin einen Markt in Groß Borstel betreiben, nur benötigen wir hierfür eine bestimmte Verkaufsfläche, damit wir einen modernen, den heutigen Kundenwünschen entsprechenden Aldi Markt betreiben können, was am alten Standort nicht gegeben ist“, so Heinbockel zum Wochenblatt.
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