Alsterufer: Abriss trotz Denkmalschutz

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Da stand noch die Hälfte des alten Bürogebäudes aus den Jahren 1934/35 am Alsterufer 1-3. Inzwischen ist es abgerissen worden. Foto: Hanke
Rotherbaum. Ein Denkmal ist gefallen: Am Alsterufer 1-3, kurz vor der Kennedybrücke, musste jetzt die frühere Hauptverwaltung der Hamburg Mannheimer Versicherung aus den Jahren 1934/35 abgerissen werden, obwohl sie unter Denkmalschutz stand. Kristina Sassenscheidt, Sprecherin des Denkmalschutzamtes: „Die Fassade des Gebäudes war stark geschädigt und erste Platten drohten herunterzufallen. Über ein Dreivierteljahr hat das Denkmalschutzamt mithilfe verschiedener Baufachleute und Gutachter versucht, das Denkmal zu retten. Am Ende musste festgestellt werden, daß die Sanierung einen fast vollständigen Austausch der Gebäudesubstanz bedeutet hätte.“
Ohne historische Originalsubstanz wäre das Gebäude aber kein Denkmal mehr. So musste das Denkmalschutzamt das Bürogebäude zum Abriss freigeben. Schweren Herzens, weil es „eines der wenigen bedeutenden Denkmäler aus den 1930er Jahren in Hamburg ist, entworfen von dem renommierten Hamburger Architektenbüro Elingius und Schramm“, so Kristina Sassenscheidt.
Auf der Fläche am Alsterufer 1-3, auf der bereits ein zwölfgeschossiges Hochhaus aus dem Jahre 1962 abgerissen worden war, soll nun ein achtgeschossiges Bürogebäude mit viel Glas errichtet werden, das auch die angrenzende unbebaute Fläche in der Warburgstraße einnehmen wird. Eine „Interpretation des historischen Gebäudes“ ist geplant, die derzeit mit Oberbaudirektor Jörn Walter abgestimmt wird. (ch)
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