Alter Güterbahnhof: Angst um Kinder

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Tiefgaragenzufahrt Alter Güterbahnhof 12: Keine weitere Zufahrt an dieser Stichstraße fordern die Bewohner Foto: Haas

Verzögerungen für Saga-Projekt: Anwohner im neuen Quartier wollen keine weitere Tiefgarageneinfahrt

Winterhude/Barmbek Es ist das letzte Bauvorhaben im neuen Quartier, seine Planung hatte sich wegen Änderungen schon verzögert. Am Alten Güterbahnhof 14, Ecke Alte Wöhr will der städtische Konzern Saga/GWG rund 120 Wohnungen errichten – zu 100 Prozent öffentlich gefördert. Nach Planänderungen will die Saga sogar noch höher hinaus: Sechs Geschosse sowie „Achtgeschossigkeit am Hochpunkt“ sieht der Entwurf jetzt vor. Die unteren Geschosse sind für Gewerbeflächen geplant. „Die Planungsänderungen sind bereits mit Oberbaudirektor Jörn Walter abgestimmt“, berichtet der bezirkliche Baudezernent Dr. Michael Bigdon. Jetzt gehe es nur noch um die Lage der Zufahrten zur Tiefgarage. Damit wird sich der Stadtentwicklungsausschuss in der kommenden Woche befassen. Denn Nachbarn vom Alten Güterbahnhof 12 a-e lehnen die Einmündung der neuen Tiefgarage auf ihre Stichstraße ab, schon im Mai hatten sie ihre Einwände schriftlich eingereicht. Auf diese Stichstraße münde bereits ihre Tiefgaragenausfahrt, mit einer weiteren seien Unfallgefahren etwa für spielende Kinder voraussehbar, führen sie an. Zusätzlicher Verkehr beeinträchtige auch den sozialen Treffpunkt von 160 Anwohnern vor ihrer Haustür, darunter 30 bis 40 Kinder. „Keine dritte Tiefgaragenausfahrt auf die Feuerwehrzufahrt vor unserem Hauseingang“ lautete deshalb ihre Forderung.

Keine Alternative

Doch alternative Ausfahrten für rund 70 Autos – direkt zu den Straßen Alter Güterbahnhof oder Alte Wöhr – beurteilt inzwischen ein von der Saga beauftragtes Verkehrsgutachten für nicht umsetzbar. „Das Bezirksamt ist noch mit der Auswertung der Stellungnahmen aus der öffentlichen Plandiskussion befasst“, erklärt Katja Glahn, Sprecherin des Bezirksamtes Nord. Das vorliegende Verkehrsgutachten rate zur Anbindung der Tiefgarage über eben diese private Stichstraße: wegen besserer Sichtverhältnisse auf Fußgänger bei der Ausfahrt. „Zudem würde eine Tiefgaragen-Anbindung über die Straße Alter Güterbahnhof den Verlust von Bäumen und öffentlichen Parkplätzen bedeuten“, so Glahn.
Die Lösung für den Saga-Bau hängt jetzt ab vom Votum des Stadtentwicklungsausschusses, der sich am Donnerstag, 3. November, erneut mit dem Vorhaben befasst. Vorerst steht fest: Bis zur Genehmigungsreife des „vorhabenbezogenen Bebauungsplans Winterhude 81/Barmbek Nord“ gehen noch etliche Monate ins Land. (wh)
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Michael Kahnt aus Barmbek | 02.11.2016 | 11:38  
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