Am Kellerbleek sind Gewerbehallen abgerissen

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Servicetechniker Bastian Jaeger: Sein „Baby“ leistet Recycling vom Feinsten Foto: Haas

Betonbrecher zerkleinert Riesentrümmer direkt im Neubaugebiet „Tarpenbeker Ufer“

Groß Borstel Gute Laune herrschte kürzlich am Kellerbleek unter den Bauarbeitern im Neubaugebiet „Tarpenbeker Ufer“. Inzwischen sind alle früheren Gewerbehallen abgerissen. Jetzt wird ein Maschinenkoloss von 20 Metern Betriebslänge vor Ort montiert und startet gleich mit seiner Mega-Arbeit – einfach bedient vom Boden aus: per Funkfernsteuerung auf einem Touch- Panel. Der Betonbrecher namens „Mobirex Evo 2“ kann die zu Bergen aufgehäuften Riesentrümmer der Stahlbetonfundamente aus den Abbruchhallen gleich an Ort und Stelle zerkleinern. Hinten befüllt mit einem Baggerlader fallen die Riesenbrocken durch einen großen Trichter. Während des Mahlvorgangs werden die enthaltenen Eisenteile durch einen Magnetabscheider automatisch abgetrennt. In handliche Stücke zersägt, spuckt sie die Mobirex seitlich aus. Das in einem Schlagwerk weiter zerkleinerte Betonmaterial rieselt vorne über ein Fließband herab. Es wird automatisch gesiebt nach gewünschter Kieselgröße: fertig zum bequemen Abtransport auf Kipplastern – zur Wiederverwendung im Straßenbau oder für Hausuntergründe. Nicht ohne Stolz führt Servicetechniker Bastian Jaeger, Firma Wirtgen Group, den Kollegen auf der Baustelle die Maschine vor und weist sie ein in deren Handhabung. „Die Mobirex hat bei uns Premiere. Sie arbeitet schnell und geräuscharm, vor allem reduziert sie den Baustellenverkehr um ein Vielfaches“, freut sich Benjamin Hinsch, vom Bauunternehmen Otto Wulff mit der Projektleitung für das Tarpenbeker Ufer betraut. Entgegen Gerüchten seien im Untergrund weder alte Bunker aus dem Krieg noch Geheimgänge aufgespürt worden. „Lediglich unter zwei Gartenlauben fanden wir alte Keller“, so Hinsch weiter. Auf Baufeld 10 im Osten des Geländes starten bald die Bauarbeiten. Im ersten Objekt sollen 225 öffentlich geförderte Wohnungen entstehen. Voraussichtliche Fertigstellung: im Jahr 2018. Auf einem weiteren Baufeld seien Eigentumswohnungen in Planung. „Mit deren Vertrieb beginnen wir frühestens Ende des Jahres“, erklärt Hinsch. Bis jetzt habe das mit der Kampfmittelsondierung beauftragte Unternehmen keinerlei Altlasten aufspüren können. Das Möbelhaus und Restaurant „Le Marrakech“ bleibe während der Öffnungszeiten über die neue Erschließungsstraße erreichbar. (wh)
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